„Wenn sich beide Großmächte heraushalten würden, hätten wir in Laos längst Frieden“, sagte der Ministerpräsident des hinterindischen Königreiches Laos. „Wenn man uns doch endlich einmal etwas anderes schicken würde als nur Waffen“, stöhnte ein hoher Hofbeamter des Königs Savang Vatthana. Beide Stoßseufzer haben jetzt Aussicht, erhört zu werden. Zwar ist die Pathet Lao – vier Wochen vor dem großen Regen–noch einmal zur Offensive angetreten und hat die Regierungstruppen bis auf achtzig Kilometer vor die Hauptstadt Vientiane zurückgeworfen. Dennoch hat es nun aber den Anschein, als wollten die Großmächte die laotische Krise in Verhandlungen am Konferenztisch lösen.