Von Heinz Stuckmann

Harold Kaplan, der stellvertretende Direktor des Informationsdienstes der amerikanischen Botschaft in Bonn, schmunzelt: „Na – daß es im Bundespresseamt niemanden gibt, der dazu etwas sagen kann ...“ Pause. Der stellvertretende Direktor schmunzelt noch immer und meint dann: „Ehrlich gesagt: Wir haben in der Botschaft auch niemand, der über den Friedens-Korps-Plan von Präsident Kennedy genau unterrichtet ist ...“ Er sagt es mit jener liebenswerten amerikanischen Selbstironie, die auch den Zuhörer schmunzeln läßt.

Eigentlich hätte der Zuhörer ärgerlich sein müssen. Die Christliche Presse-Akademie Bad Boll hatte „auf der europäischen Jugendburg der REI-Werke, Gutenfels über Kaub“, zu einer „aktuellen Wochenendtagung zum Thema Europa und die Entwicklungsländer“ eingeladen. Tagungsprogramm:

1. Vortrag: „Der Friedens-Korps-Plan des amerikanischen Präsidenten.“ Referent: Mr. Harold Kaplan. Mit Diskussion.

2. Vortrag: „Der Friedens-Korps-Plan aus der Sicht der deutschen Bundesregierung.“ Referent: Dr. Wünsche vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Mit Diskussion.

3. Rundgespräch: „Praktische Erfahrungen und Probleme in den Entwicklungsländern.“ Gesprächsleiter: Werner Holzer.

Weiter hieß es auf der Einladung: „Anreise am günstigsten mit dem Auto über die rechte Rheinuferstraße bis Kaub ...“