Im Geschäftsbericht der Stadt-Sparkasse Gelsenkirchen (Zweckverbandssparkasse Gelsenkirchen-Buer, Marl und Westerholt) wird noch einmal bestätigt, daß die Steigerungsquote bei den Spareinlagen im vergangenen Jahr nicht ganz den Erwartungen entsprochen hat. Die Abnahme der Sparneigung und die besonders in den letzten Monaten des Jahres 1960 verstärkten Abhebungen waren nach Ansicht der Sparkasse im wesentlichen auf befürchtete Preissteigerungen im Zusammenhang mit der Diskussion um Geldwerterhaltung und Konjunkturpolitik zurückzuführen. Es mußten deshalb verstärkte Anstrengungen unternommen werden, um die Spareinlagen zu steigern.

In den nächsten Monaten wird sich zeigen, inwieweit die DM-Aufwertung das Vertrauen in die DM wieder hergestellt hat. Im allgemeinen war die Entwicklung der Spareinlagen in den ersten Monaten dieses Jahres recht befriedigend.

Die Stadt-Sparkasse Gelsenkirchen hat sich 1960 wieder gut entwickelt. An der Erhöhung der Bilanzsumme um 74,2 Mill. DM hat der Spareinlagenzugang von 41,2 Mill. DM den größten Anteil. Die sonstigen Einlagen und die aufgenommenen langfristigen Darlehen trugen den verbleibenden Anteil bei.

Größere Veränderungen auf der Aktiv-Seite sind eingetreten bei den flüssigen Mitteln (Erhöhung um 32,6 Mill. DM) und bei den Ausleihungen (+ 38,1 Mill.) Das Kreditvolumen hat sich bei den langfristigen Ausleihungen um 27,8, bei den kurzfristigen Ausleihungen um 10,3 Mill. ausgeweitet. Demnach dürfte eine Einschränkung durch die Notenbankpolitik kaum eingetreten sein. Sie wirkte sich aber durch die verschiedenen Zinsveränderungen auf die Ertragslage aus. Hier spricht die Sparkasse von gewissen Einbußen.

Die Bilanzsumme wird mit 530,2 Mill. DM angegeben, die Umsätze mit 7,95 Mrd. DM (+ 8,7 vH). Die Spareinlagen stiegen auf 281,6 Mill. DM. Die langfristigen Ausleihungen von 218,7 Mill. DM betreffen in erster Linie den Wohnungsbau, der auch im Restriktionsjahr 1960 wieder kräftig gefördert wurde. dt