Nur ein unverbesserlicher Schwachkopf wird der fragwürdigen Werbeparole "Per aspera ad astra" (hinter der keinesfalls der Verkehrsverein von Astra steht — da gibt es nämlich gar keinen — sondern der von Aspera mit seinem rührigen Leiter Lucius A. Seneca) Gehör schenken und auf den Gedanken verfallen, den fruchtbaren, dichtbesiedelten und zivilisierten Landstrich südlich von Prosperitas (einer lebhaften Metropole, der die ganze Umgebung ihre Blüte verdankt) mit seinen ebenen, bequemen Verkehrswegen und seinen freundlichen Ortschaften, die alle so hübsche Namen wie Ars, Pax, Lex oder Lux tragen, hinter sich zu lassen, um die unerhört beschwerliche und umständliche Reise über Aspera nach Astra anzutreten, wie großzügig verteilte Werbeprospekte es ihm nahelegen. Die Straßen in den Norden stellen nämlich höchste Ansprüche an automobilistisches Können, Nerven und Reifen: vier Fähren, eine davon über einen reißenden Fluß, zwei Hochgebirge mit halsbrecherischen Haarnadelkurven auf schmalen Trassen über schwindelerregenden Schrunden und Klüften, zwei Sümpfe, und auf der schwierigsten Wegstrecke wird die Straße gar zu einer nur unzureichend markierten und irreführenden Wüstenpiste.

Bis in die Gegend der Wochenendausflugsinsel Amor, die von Süden her leicht zu erreichen ist und dank ihrer zentralen Lage zuweilen sogar von besonders unentwegten Mediokritanern besucht wird, also bis nach Caritas und Labor, ist die Straße noch vorzüglich. Nördlich davon aber wird es dann sogleich happig — nach Aspera und Astra geht es eben nur über Mediocritas; der Versuch, eine direktere Verbindung zu schaffen, scheiterte in Exitus. Wenn es auf dem Wege wenigstens Orte gäbe, die den müden Automobilisten zur Rast einladen! Aber da gibt es nur das gänzlich reizlose Mediocritas und, in the middle of den Namen Veritas; Timor Domini, ein karger und strenger Wallfahrtsort am Fuß des neo