• GENF – Die Dreimächtekonferenz über die Einstellung der Atomversuche kommt nicht vom Fleck. Die amerikanischen und britischen Delegationschefs erläuterten tagelang ihre sieben Zugeständnisse an die UdSSR, doch hörte der Kreml-Vertreter Zarapkin nur zu...und sagte kein einziges Wort.

Außerhalb des Konferenzsaales nannte Zarapkin die westlichen Vorschläge „illusionär und unrealistisch“. Aussichten für die Konferenz: umwölkt.

  • BRÜSSEL – Der belgische Ministerpräsident Eyskens hat den Rücktritt seiner Regierung erklärt. Das unpopuläre Sparprogramm des Ministerpräsidenten hat der christlich-sozialen Regierungspartei bei den Wahlen am Wochenende viele Stimmen gekostet.

Kommt nun die Stunde für den Sozialisten Paul Henri Spaak!

  • MOSKAU – Zur Konferenz des Warschauer Paktes kamen Regierungs- und Parteichefs. Außen- und Verteidigungsminister in die rote Metropole. Rotchina schickte Beobachter. Wahrscheinliche Beratungsthemen: Laos, Kongo und Berlin.

Es fiel auf: Der albanische Parteichef und auch der Ministerpräsident blieben zu Hause. Sie gelten als Anhänger des harten Pekinger Kurses.

  • LISSABON – Während die Unruhen in der portugiesischen Überseeprovinz andauern, demonstrierten in Lissabon 20 000 Menschen vor der US-Botschaft gegen die amerikanische Haltung in der Angola-Frage.