Die Polizei aber wollte wissen, von wem Kunstmaler Müller diese Bilder bekommen habe. Zunächst nannte er als Lieferanten Martin Bormann. Der ehemalige Reichsleiter habe ihm kurz vor dem Zusammenbruch die Schätze in der Nähe der Berliner Reichskanzlei anvertraut.

Obwohl diese Version von vornherein bei der Polizei nicht ernst genommen wurde – inzwischen ist auch Müller von ihr abgerückt –, verursachte die Nennung des Namens Bormann große Aufregung. Man witterte eine Spur des noch nicht überall für tot gehaltenen Bormann.

Der Besitzer der vier mit Hitlers Namenszug gezierten Ölgemälde konnte indes über den Verbleib des ehemaligen Reichsleiters keine Auskünfte geben. Statt dessen erinnert er sich nun an einen Gestapobeamten, dessen Namen er der Polizei genannt hat. Von ihm will er die Bilder im Kriege in Dortmund erstanden haben: „Ich habe ihm fast 4000 Mark dafür gezahlt.“

Seine Hitler-Bilder haben im übrigen einen kleinen Fehler. Hitler pflegte seine Kunstwerke mit „A. Hitler“ zu signieren. Auf den Müller-Bildern prangt jedoch der volle Namenszug: „Adolf Hitler.“ Die Polizei in Olpe hat deshalb die Akten über die „Original-Ölgemälde des Führers“ an die Siegener Staatsanwaltschaft weitergegeben.