Zur Gegenwart gehört vor allem einmal die Vergangenheit. Joachim Kaiser wollte uns dabei ein wenig behilflich sein und schob uns auf die glühende Straße Assuan–Kairo. Aber bei allem guten Willen waren 65 Minuten Reisebericht (aus Frankfurt) hart. Dagegen halfen auch Leseproben aus Romanen von Thomas Mann und Agatha Christie nicht. Dabei hatte Kaiser ein recht probates Mittel zur Hand, ermüdende Aufmerksamkeit aufzufrischen: Altertum und Gegenwart, Pharaonen und Nasser ließ er immer wieder flott aufeinander folgen.

Aber leider fehlte es der ganzen Darstellung an dem unbedingt nötigen Schwung. H. K.