KÖLN (Wallraf-Richartz-Museum); "Stiftungen und Er-

werbungen zum 100jährigen Bestehen"

Das Wallraf-Richartz-Museum, das mit Dresden, Berlin, der Münchner Alten Pinakothek und dem Frankfurter Staedel zu den fünf großen deutschen Galerien gehört, feierte (vgl. den Sonderbericht von Josef Müller-Marein) am 1. Juli seinen 100. Geburtstag. In einer Sonderausstellung sind die Werke zu sehen, die es zum Geburtstag bekommen hat bzw. die von den Spenden angeschafft wurden.

BERLIN (Westberliner Akademie der Künste): "Japa-

nische Malerei der Gegenwart"

Zum erstenmal kommt eine repräsentative Auswahl neuer japanischer Bilder (alle 112 Gemälde sind in den letzten drei Jahren entstanden) nach Europa. Dreizehn Maler, der älteste 70, der jüngste 30 Jahre, sind beteiligt. In den Farben dominieren Schwarz und Weiß mit allen Zwischentönen eines abgestuften Grau. Die Malerei würde man nach westlichem Sprachgebrauch als "abstrakt" kennzeichnen. Nur hat das Wort in der ostasiatischen Kunst einen anderen Sinn. Das scheinbar Ungegenständliche ist. nicht "globaler Kunststil". Es geht auf zwei alte östliche Traditionen zurück: Kalligraphie und Meditation. Das "Zeichenhafte" hat hier die ganz konkrete Bedeutung des Schriftzeichens. Und was das Meditative betrifft: in Deutschland haben sich gleich nach dem Kriege die führenden Maler zur "Gruppe Zen" zusammengeschlossen, womit sie den Zusammenhang zwischen Abstraktion und Zen-Buddhismus dokumentieren wollten, Meditation als Voraussetzung, als der eigentliche Zustand des künstlerischen Schaffens – so sind die Bilder der Japaner, vor jeder ästhetischen Wertung, aufzufassen. Die Ausstellung bleibt bis zum 15. Juli in Berlin und geht weiter nach Amsterdam, Darmstadt, Kopenhagen, Stockholm und Wien.

MAINZ (Gutenberg-Museum): "Titelblätter"