Hausfrauen fühlen sich minderwertig – Gefangene in der Wohnung – Engländerinnen schrieben Klagebriefe Eine Analyse von Elaine Grand

Die "Hausflucht" der Frauen ist ein bedenkliches Zeichen unseres gesellschaftlichen Lebens. Wie alle dienenden Berufe, ist auch der der Hausfrau, der ureigenste Bezirk der Mutter, in jüngster Zeit erstreckend abgewertet worden. Abgesehen davon, daß das Mit-Verdienen für nicht wenige verheiratete Frauen bitter notwendig ist, fühlen sich viele Frauen, die bei der Heirat oder danach ins Haus zurückkehren, nicht mehr wohl "am Kochtopf". Auf eine Sendung des englischen Fernsehens unter dem Titel "Fühlt sich die Hausfrau gelangweilt und einsam?", erhielt der Sender eine Flut von Briefen, in denen es hieß: "Ja, wir fühlen uns gelangweilt und einsam."

Nur 25 von hundert Schreiberinnen fanden es fast unmoralisch, daß eine Frau, die aus Liebe für ihren Mann und für ihre Kinder dieses Leben gewählt hat, sich zu Hause unzufrieden fühlt. Aber (ein bezeichnendes "Aber"), zwei Drittel von dieser Minderheit war über fünfzig Jahre alt, während das Durchschnittsalter der 75 von hundert, die unzufrieden waren, bei 33 Jahren lag. Wir veröffentlichen hier diese englischen Stimmen der "unglücklichen Ehefrauen".

"Nur wer es durchgemacht hat, kann die Qual und Nervenbelastung verstehen ..."

"Die Gedanken gehen im Kreise herum, auf der Suche nach einem Ausweg..."

"Ich habe fast alle Hoffnung verloren, mich je wieder normal zu fühlen ..."

"Vielen geht es wie uns, bitte, helfen Sie uns, bei Verstand zu bleiben."