Die Hartmann & Braun AG, Frankfurt/Main, in der technischen Welt als Hersteller elektrischer Meßgeräte bekannt, brachte das Jahr 1960 eine weitere Ausweitung des Geschäfts. Der Umsatz stieg um 20 auf 77 Mill. DM. Das Unternehmen, auf das auch heute noch die Gründerfamilien einen maßgeblichen Einfluß ausüben, hat diese gute Entwicklung weniger zu einer Expansion durch neue Investitionen, als zu einer inneren Straffung genutzt. Uninteressant gewordene Gerätetypen wurden aus dem Programm gestrichen.

Die Bilanz zeigt eine geringe Reduzierung des Anlagevermögens um eine Million auf 19,8 Mill. DM. Das Umlaufvermögen ist dagegen um mehr als 4 Mill. auf 20,7 Mill. DM angewachsen. Die Vorräte stehen unverändert mit 27 Mill. DM zu Buch, wobei, eine Folge der Rationalisierung, die halbfertigen Erzeugnisse, die bei dem Unternehmen eine bedeutsame Rolle spielen, um eine Mill. DM abgebaut werden konnten. Bei den Verbindlichkeiten zeigt sich eine gewisse Umschichtung. Die Anzahlungen der Kunden haben sich um mehr als 5 Mill. DM erhöht; dafür konnten die Bankschulden um mehr als 3 Mill. DM auf den nicht mehr bedeutsamen Betrag von 700 000 DM abgebaut werden. Offensichtlich ist das Bestreben des Unternehmens darauf gerichtet, ohne Kapitalerhöhung auszukommen und demnach seine Stellung innerhalb der Elektroindustrie zu behaupten. Die Ertragslage ist günstig; sie erlaubt, die Dividende um 1 auf 12 vH zu erhöhen. W. R.