FÜR alle, die nach Frankreich gereist sind oder zu reisen gedenken und mehr darüber erfahren möchten, als sie einem Reiseführer entnehmen können:

"Frankreich – Schönheiten und Schätze", Text von François Cali, Vorwort von Erich Pfeiffer-Belli; Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München/Zürich; 314 S., 191 Abb., 39,50 DM.

ES ENTHÄLT in sieben umfangreichen Kapiteln – Sagenhaftes Frankreich, Römisches Erbe, Romanische Zeit, Herren und Herrschaften, Gotik, Grand Siècle, Französisches Land – sieben verschiedene Frankreichbilder, sieben Liebeserklärungen an Frankreich. Jedes Kapitel besteht aus einem einführenden Text, einer jeweils unter dem besonderen Blickwinkel des Themas gezeichneten Landkarte und zahlreichen Phototafeln mit ausführlichen Erläuterungen, die zusammen so etwas wie einen Abriß der französischen Kulturgeschichte geben.

ES GEFÄLLT, weil es "auf unterhaltsame Weise mit der Geschichte von Orten oder Personen vertraut" macht, wie La Fontaine sagt, und für jeden Leser und Betrachter eine unschätzbare Bereicherung seines Wissens und eine Ausweitung seines Verständnisses für dieses Land ist. Denn wie gut auch immer er Frankreich kennen mag, die ausgezeichneten, an Historie und Historien reichen Texte von François Cali, die ungewöhnlichen Photos werden ihm die "Merveilles de France" neu erscheinen lassen und seine eigene Liebe neu erklären: "L’amour – c’est tout ce que Von n’a pas" – "Liebe – das ist all das, was man nicht hat", so drückte es ein französischer König aus, und dieses Buch scheint seine Worte zu bestätigen. K. H.