*In einem Zeitalter, das im Zeichen des wissenschafflichenund technologischen Wettstreits steht, sei die intensivere Beschäftigung mit den großen Schöpfungen der Kunst ein "Luxus"? Jene, die so denken, mögen sich folgende Worte eines der führenden Köpfe der Wissenschaftsgeschichte, Professor Herbert Butterfield aus Cambridge, zu Gemüte führen: "Der moderne Wissenschaftler ist Erbe des Zauberdoktors, des Priesters und des Propheten, aber auch in mancher Hinsicht des Philosophen und Handwerkers. Sogar die Künstler von Florenz – Leonardo da Vinci ist nur ein Beispiel – haben an dieser Mischung ihren Anteil... Der Fortschritt der Wissenschaft kommt nicht aus technischer Enge. Gerade das Beste sprießt wahrscheinlich aus dem Reichtum des gesamten menschlichen Geistes."

Diese Worte schrieb Butterfield als Auftakt zu einer Konferenz, die vergangene Woche in Oxford tagte. Ihr Thema: Unter welchen Bedingungen gedeihen wissenschaftliche Entdeckungen am ehesten?