Die Politik der Phoenix Gummiwerke AG, Hamburg-Harburg, war nach dem Kriege in allen ihren Phasen auf die innere Stärkung des Unternehmens ausgerichtet. Nicht nur in der Ertragsverteilung (dem Grundkapital von zur Zeit noch 30 Mill. DM stehen für 28 Mill. DM Rücklagen zur Seite), sondern auch in der Wahl des Produktionsprogramms. Die Geschäftsleitung, an ihrer Spitze der langjährige Vorstandsvorsitzende, Aufsichtsratsvorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. h.c. Albert Schäfer, hat die schweren Jahre nicht vergessen, die das Unternehmen vor nahezu drei Jahrzehnten durchzustehen hatte. Wenn man für 1960 "nur" wieder 14 vH Dividende zahlt, so sieht man darin für die Aktionäre ebensowenig eine Zumutung wie in dem Bezugskurs von 225 vH, den man für die Kapitalerhöhung (6 : 1) um 5 Mill. DM von ihnen fordert und durch die das Verhältnis Grundkapital : Rücklagen eher noch verbessert wird. Die Verwaltung strebt zum Nutzen des Unternehmens, seiner Belegschaft und der Aktionäre ein hohes Maß an Krisenfestigkeit an.

Das geschieht nicht nur durch Stärkung der Finanzkraft, sondern auch auf anderen Gebieten. Das Produktionsprogramm umfaßt eine große Zahl von Erzeugnissen. Man ist nicht nur von dem Absatz von Autoreifen abhängig, auf den sich eine etwaige Verlangsamung der Automobilproduktion und die wachsenden Erzeugungskapazitäten zwangsläufig negativ auswirken müßten. Durch die Übernahme des Kunststoffwerkes der Internationalen Galalith Gesellschaft AG und die Beteiligung an der französischen Firma Industrie du Caoutchouc Souple S.A. (ICS) ist die Ausweitung der Interessen auf andere Gebiete forciert worden. Einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit leistet daneben auch der Beratungsvertrag, den man mit dem Großaktionär Firestone (besitzt 25 vH des Kapitals) abgeschlossen hat und der gerade jetzt bis 1981 verlängert worden ist. K. W.

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Bei der Breitenburger Portland-Cement-Fabrik (Hamburg und Lägerdorf) hat der Umsatz im ersten Quartal 1961 sich gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres weiter erhöht, während die Entwicklung im zweiten Vierteljahr etwas ungünstiger verlief, die Umsätze der vorjährigen Vergleichszeit aber trotzdem erreicht wurden. Eine Umsatzsteigerung wurde vor allem im Inland erzielt, während in der Ausfuhr eine gewisse Rückläufigkeit festzustellen war, die, wie der alleinige Vorstand, Dipl.-Ing. Friedrich Sicks, in der Hauptversammlung mitteilte, angestrebt wurde. Den Auftragsbestand bezeichnete Sicks als nicht schlecht, er hofft, daß auch das zweite Halbjahr befriedigend verläuft. Laut HV-Beschluß wird für 1960 eine Dividende von 12 (10) vH und 2 (3) vH Bonus auf 8.0 (6,0) Mill. DM Stammaktien und unv. 6 vH auf 8000 DM Vorzugsaktien verteilt.

Der Hauptversammlung der Westfälischen Kupfer- und Messingwerke AG, vormals Caspar Noell, Lüdenscheid/Westf., wird eine abermals um 3 auf 14 vH erhöhte Dividende für das Geschäftsjahr 1960 vorgeschlagen. Grundkapital 2,5 Mill. DM.