„Der ... Wohnbezirk ist ... unter Ausnutzung von Brand- und Trennmauern und durch Vermauerung von Straßenzügen, Fenstern, Tür- und Baulücken abgetrennt. Die Mauern haben eine Höhe von drei Metern und werden durch einen Stacheldrahtaufsatz um einen weiteren Meter erhöht.

... Polizeistreifen sichern außerdem die Überwachung.

In der Ummauerung waren zunächst zur Aufrechterhaltung des noch notwendigen Passantenverkehrs 22 Durchlässe freigehalten, die inzwischen auf 15 verringert wurden. An den Durchlässen wurden zunächst stärkere Polizeikräfte postiert ...

Für den unbedingt notwendigen Passantenverkehr werden Passierausweise ausgestellt.

... Die Passierausweise gelten nur in Verbindung mit einem Lichtbildpersonalausweis.“

(Aus einem von Josef Wulf zitierten Vortrag, den Waldemar Schön, Umsiedlungsamtsleiter beim Distriktgouverneur Warschau, am 20. Januar 1941 über das Warschauer Ghetto gehalten hat.)