Ich fragte die Frau des Försters: „Wie alt ist denn das Försterhaus?“ Da sagte sie: „Von außen sieht es aus wie das alte Försterhaus; aber es ist nicht mehr das alte. Es war im Krieg zerstört, jetzt ist es innen ganz anders geworden.“

Als ich dann den Förster nach einem Sonnenaufgang in Hemd, Hose und Pullover im Wald sah, fragte ich: „Was würde wohl der Oberförster dazu sagen?“ Der Förster erwiderte: „Wenn Sie es ihm sagen, wird er antworten, das kann nicht der Förster gewesen sein!“

Der Förster hatte früher immer zu mir gesagt: „Benutzen Sie die Waldwege!“ Aber seitdem ich ihn in Hemd, Hose und Pullover im Wald gesehen habe, gehe ich kreuz und quer durch den Wald.

Und dann sah ich den Oberförster, wie er nach einem Sonnenaufgang in seiner Uniformhose – ohne Hemd und Pullover – einen Waldlauf machte. Ich sagte: „Wenn das der Forstmeister sieht!“ Darauf der Oberförster: „Falls Sie es ihm sagen, wird er meinen: ‚Das kann nicht der Oberförster gewesen sein!‘ “

Ich zog mich auch aus und lief durch den Wald, bis plötzlich eine Frau rief: „Sie sind doch aber nicht der Oberförster!“

Den Forstmeister sah ich vierzehn Tage später, wie er vor einer Staffelei am Waldrand stand und den Sonnenaufgang malte. Ich bemerkte, daß ich noch nie einen Forstmeister gesehen hätte, der am Waldrand steht und einen Sonnenaufgang malt.

Da sagte der Forstmeister: „Mein Arzt hat gesagt, ich solle die Natur einmal mit den Augen eines Malers sehen, das wäre für mich genauso gut wie Spazierengehen ohne Uniform oder Waldläufe in Hemd, Hose und Pullover.“