Die zweite Phase des Rourkela-Ausbaus beginnt

Von Bernd Iluffsdiinid

Im Hüttenwerk Rourkela, das in den letzten

Jahren von deutschen Firmen im Auftrag der Hindustan Steel Ltd. erbaut worden ist, sind im vergangenen Monat die ersten kaltgewalzten Bleche für die weiterverarbeitende Industrie Indiens produziert worden. Damit ist nach der offiziellen Einweihung der gesamten Hüttenwerksanlage im März dieses Jahres nun auch praktisch das gesetzte Ziel erreicht und die letzte Produktionsstufe im Walzwerk in Betrieb genommen worden. Die Walzwerkseinrichtungen entsprechen dem letzten Stand der internationalen Eisenhüttentechnik und sind durchaus vergleichbar mit den modernsten Anlagen etwa in der Bundesrepublik und in den Vereinigten Staaten.

Die indische Regierung betrachtet jedoch das Anlaufen des Kaltwalzwerkes noch keineswegs als endgültigen Schlußstrich für den Aufbau Rourkelas. Die staatseigene Hindustan Steel hat vielmehr die Absicht, die Produktionskapazität von Rourkela ebenso wie die der beiden anderen Stahlkombinate der öffentlichen Hand in Bhilai und in Durgapur über den vorläufigen Stand von einer Million Tonnen Stahl jährlich auf 1,8 Millionen Tonnen auszuweiten. Die Ausschreibungen für die Errichtung der erforderlichen zusätzlichen Anlagen werden täglich erwartet. Es ist damit zu rechnen, daß die deutsche Industrie daran wieder maßgeblich, wenn auch nicht ausschließlich, beteiligt sein wird.

Gesamtkosten: 2 Milliarden

Die Kosten für die Erweiterung werden auf etwa 700 Mill. DM veranschlagt. Das bedeutet, daß die Gesamtinvestitionen für Rourkela bis zu einer Jahreskapazität von 1,8 Mill. t Rohstahl