Die Brüche des Briefes müssen vor allem scharf und rechteckig sein; man bediene sich dabei des Falzbeines. Den Oktavbriefbogen breche man nur einmal, den Quartbogen zweimal, ganze Bogen, welche im Verkehr mit Standespersonen, zu benutzen sind, legt man am besten in Oktav. Das beliebte und bequeme Oktav darf bei Schreiben an Höherstehende nicht benutzt werden: man bediene sich dann des Quartformates. Gesuche an Behörden sind laut Vorschrift auf Schreibpapier in Großfolio, resp. auf Stempelbogen zu schreiben, und zwar rechtsseitig. Dieselben werden dann ohne Umschlag versandt. Das beliebte P.S. oder N.S. sollte soviel als möglich vermieden werden. Berechtigt ist eine Nachschrift nur dann, wenn Schreiber nach Abschluß des Briefes noch etwas Wichtiges in Erfahrung gebracht hat, und jedenfalls darf das nur Personen gegenüber stattfinden, mit denen man auf einem mehr vertraulichen Fuß steht. Johann Ziegler: „Am Schreibtisch“