• WARSCHAU – Im polnischen Fernsehen kündigte der amerikanische Senator Humphrey an, Washington werde den Rapacki-Plan für eine atomfreie Zone „sehr bedächtig und ernst“ prüfen.

Wohl um einer Bonner Kritik an dieser Zusage des US-Senators zuvorzukommen, beeilte sich das amerikanische Außenministerium, das Gegenteil zu sagen: „Eine Prüfung dieses Planes kommt nicht in Frage!“

  • LONDON – Die britische Rhein-Armee hat zu wenig Soldaten und ist unzureichend mit konventionellen Waffen ausgerüstet. Das ist der Kern einer Kritik Georg Browns, des Labour-Verteidigungssprechers.

Diese Attacke ist kein parteipolitisches Manöver der Labour Party. Beweis: Am selben Tag nahm auch die „Times“ die Mängel der Rhein-Armee aufs Korn und ließ an der Verteidigungspolitik der Regierung kein gutes Haar.

  • WASHINGTON – Die USA werden die Neutralität Finnlands respektieren, heißt es in einem Kommuniqué, das von Kennedy und dem finnischen Staatschef Kekkonen im Weisen Haus unterzeichnet wurde.

Vor den finnischen Wahlen im Januar ist Kekkonen darum bemüht, den Wählern zu beweisen, daß Finnland nicht allein auf die Beziehungen zum Osten angewiesen ist.

  • LONDON – General de Gaulle mag Anfang November nach London reisen. In Paris wurde dieses Datum nicht bestätigt.