Im Jahre 1960 haben in der Bundesrepublik rund sechs Millionen Arbeitsplatzwechsel stattgefunden. In der vergangenen Woche wurde auf einer Informationstagung im „Haus der Technik“ in Essen mitgeteilt, daß etwa 48 vH der Arbeitsplatzwechsel von den Arbeitnehmern mit dem Wunsch nach Mehrverdienst begründet werden. Für die restlichen 52 vH waren in der Reihenfolge der Wichtigkeit ein schlechtes Betriebsklima, mangelnde Aufstiegschancen, zu lange Wege, gesundheitliche Überlegungen, der Wunsch nach Abwechslung und nach freien Samstagen, Streitigkeiten mit Vorgesetzten, fehlende Wohnungen und noch eine Reihe weiterer Gründe ausschlaggebend. Einen Fluktuationsrekord hält das Baugewerbe, obwohl gerade hier der Rückgang der Fluktuation von 36,9 vH in 1959 auf 28,4 vH in 1960 am stärksten war. Umgekehrt trat gleichzeitig in der Eisen- und Metallerzeugung sowie -verarbeitung noch eine Zunahme der Wechselbewegung von 12,7 auf 13,6 vH ein. Mehr als Zweidrittel der fluktuierenden Arbeitskräfte wechselten den Arbeitsplatz einmal im Jahr, fast 20 vH taten dies sogar zweimal und über zehn vH dreimal und häufiger. D. Z.