Die Rotterdamsch Beleggingsconsortium N.V., Rotterdam, hat in ihrem neuen Zwischenbericht wichtige Änderungen in der Zusammensetzung ihres Vermögens bekanntgegeben. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine international bekannte Anlagegese’llschaft, die ähnlich wie unsere Investment-Fonds arbeitet. Die Robeco hat vor allem ihre liquiden Mittel durch Ankauf hauptsächlich) amerikanischer Aktien verringert. Gleichzeitig wurden aber auch die Anlagen in Aktien zahlreicher europäischer Gesellschaften vergrößert.

Die Gesellschaftsleitung begründet den Ankauf von US-Aktien mit der Erwartung, daß die amerikanische Wirtschaft einer neuen gewinnbringenten Periode entgegensieht. Berücksichtigt wurden tot allem die Branchen, bei denen die Aussichten im günstigsten erscheinen, z. B. Versorgungs- und Büromaschinenindustrie und die Industrie der verleideten Lebensmittel. Etwa auf dem gleichen Geriet bewegten sich die Käufe europäischer Aktien Konsumgüterindustrie, Einzelhandel, Banken und Versicherungen).

In der Zwischenzeit sind auch mehrere Titel aus dem Portefeuille entfernt worden, vor allem Aktien von Unternehmen, bei denen nach Ansicht der Robeco-Sachverständigen die Aussicht auf einen stetigen und langfristigen Gewinnzuwachs fehlt. Dazu rechnet Robeco auf dem deutschen Sektor die Aktien der Kundenkreditbank, des Volkswagenwerks, von Mannesmann, Thyssen und Rheinstahl. Andererseits wurden neu in das Portefeuille aufgenommen: Henninger Bräu und Metallgesellschaft. Die meisten anderen deutschen Beteiligungen sind während der ausgesprochenen Baisse ausgedehnt worden.

Wie im Vorjahr, so schüttet die Robeco auch für 1961 wieder eine sogenannte Interinisdivilendc von hfl. 4.– je Aktie aus. -ndt