T~" er Norddeutsche Lloyd, Bremen, hat für das l— Geschäftsjahr 1960 das Dividendensignäl vorgeheißt. Das gegenüber 1959 leicht angestiegene Reedereiergebnis — der Zuwachs wird mit rund 1 8 Mill. DM zu beziffern sein — ermöglichte trotz erneut gestiegener Aufwendungen durch höhere Heuern und Kostensteigerungen auf Grund langer Hafenliegezeiten in vielen Fahrtgebieten die Erwirtschaftung eines Überschusses von 1 79 (1959: 0 18) Mill. DM, so daß einschließlich Vortrag ein Reingewinn von 2 28 Mill. DM zur Verfügung steht. Hieraus sollen 6 vH Dividende auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 35 07 Mill. DM ausgeschüttet werden. Der Hauptversammlung am 15. November wird darüber hinaus vorgeschlagen, die restlichen 0 17 Mill. DM auf neue Rechnung vorzutragen.

Für dieses Jahr ist nach Mitteilung des Vorstandes auch wieder mit einer Verzinsung des Aktienkapitals zu rechnen, denn die befriedigende Entwicklung hat bisher angehalten. Dies ist besonders bemerkenswert im Hinblick auf die fünfprozentige D Mark Aufwertung, die für die Reederei einen jährlichen Minderertrag von etwa 6 Mill.

DM zur Folge haben dürfte, für die ein Ausgleich nicht gewährt wird.

Der Aufbau der Nordlloyd Flotte ist mit der Ablieferung der beiden letzten Schiffe aus den bestehenden Programmen vorläufig abgeschlossen.

Das Unternehmen hat damit jetzt etwas mehr Luft, den technischen Aufbau weiter zu konsolidieren Obwohl die zunächst teilweise nur kurzfristig verfügbaren Fremdfinanzierungsmittel in langfristige umgewandelt werden konnten und gleichzeitig auch eine Liquiditätsreserve angelegt worden ist, liegt hier die wesentliche Aufgabe für die nächsten Jahre.

Das Anlagevermögen steht in der Bilanz per Ende Dezember 1960 mit 241 64 ( 246 04) Mill. DM zu Buch, darunter Seeschiffe mit 215 02 Mill. DM nach 212 65 im Jahr vorher. Bei 378 000 Tragfähigkeitstonnen der Lloyd Flotte läßt sich für die Frachtflotte ein Buchwert von 566 (589) DM per Traglähigkeitstonne errechnen. Der Anschaffungswert der Flotte beträgt demgegenüber ond 444 (414) Mill. DM. Das entspricht einem Neuansdiaffungssatz per tdw von 1175 (1150) DM. Der heutige Buchwert entspricht also bei einem Flottenalter von durchschnittlich 6 SJ (62) Jahren rund 48 (51) vH des Anscliaffungswertes und damit noch immer einem Vielfachen bei den ausländischen Wettbewerbern. Die Eigenmittel belaufen sich auf 39 96 ( 39 72) Mill. DM, darunter allerdings 4 77 (465) Mill. DM Rückstellungen. Das Seeschiffsanlagevermögen wird damit zu rund 19 vH durch Eigenmittel gedeckt. Die Finanzschulden des Unternehmens belaufen sich auf 205 7( 209 9) Mill. DM, darunter 133 3( 137 2) gewinnunabhängige Schulden, in denen S7 8( 92 0) langfristige Darlehen enthalten sind, sowie 21 6( 31 4)7d Darlehen. Die Gewinnabhängigen Schulden betragen 72 6( 72 7). Mill. DM. Die Liquidität hat sich verbessert, die flüssigen Mittel werden mit 47 7( 32 5) Mill. DM angegeben, darunter 20 5( 11 6) Mill. DM Wertpapiere. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist mit der des Vorjahres nicht vergleichbar. Die Umsatzerlöse werden mit 258 74 Mill. DM angegeben, zu denen noch andere aktivierte Eigenleistungen kommen, so daß sich eine Gesamtleistung von 263 63 Mill. DM ergibt. Abschreibungen auf Anlagen (einschl. Finanzanlagen) wurden in Höhe von 33 7 gegenüber 33 45 MilL DM vorgenommen. SmI.