DARMSTADT (Landestheater):

„Die Ameyß im Fleisch“ von Jacques Audiberti

„Nach den Fliegen, Nashörnern und Mondvögeln haben die Ameisen die Bühne betreten. Die Ameyß im Fleisch erwies sich dabei allerdings lediglich als eine Metamorphose von Audibertis altem Lieblingswesen, dem übermächtigen Untier des Fleisches. Der französische Avantgardist „... läßt diesmal die Liebe über das Fleisch triumphieren“ (Stuttgarter Zeitung). „Bei der Darmstädter Uraufführung ... hatten sich die surrealistischen Nebel gelichtet. Dabei trat zutage, daß Audiberti wohl doch nicht so reich ist, wie man früher, angesichts verschlüsselter Schecks, geglaubt hatte ... Der Inszenierung Hans Bauers wollen wir nicht so genau auf die Finger sehen. Sellner ist in Berlin, sein Nachfolger G.F.Hering als neuer Hausherr in der Orangerie muß sein Ensemble erst formen, einspielen ... Nur Max Noack war als lebensmüder General eine wahrhaft runde Figur“ (Joachim Kaiser in der Süddeutschen Zeitung).

BOCHUM (Schauspielhaus):

„Der Kardinal von Spanien“ von Henry de Montherlant

Nach der Premiere im Wiener Burgtheater mit Ernst Deutsch fand die deutsche Erstaufführung dieser szenischen Dialektik der Macht in Bochum statt, wo man sich früher schon für Montherlant eingesetzt hatte. Wie in Düsseldorf Jean-Pierre Ponnelle – führte jetzt auch Schallas Bühnenbildner Max Fritzsche erstmals Regie. In den Hauptrollen: Claus Clausen (Kardinal) und Eleonore Zetzsche (Johanna die Wahnsinnige).

STUTTGART (Schauspielhaus):