Nachdem die zum Gerling-Konzern gehörenden Erstversicherer ihre Abschlüsse für 1960 bereits vorgelegt hatten, folgen jetzt die zur Rückversicherungsgruppe gehörenden Gerling-Konzern Globale Rückversicherungs-AG und die Gerling-Konzern Versicherungs-Zentrale AG mit ihren Bilanzen für 1960/61 (30. 6.). Die Gesamt-Prämieneinnahme der Gruppe ist erheblich um 34,2 vH auf 246,4 Mill. DM gestiegen. Ein Jahr vorher hatte sie bei der Gerling-Konzern Globale Rückversicherung um 16 vH auf 152,0 zugenommen, während bei der Gerling-Konzern Versicherungs-Zentrale durch Erhöhung des Selbstbehalts bei der Tochtergesellschaft, der Gerling-Konzern Globale Rückversicherung, ein Rückgang der Einnahmen von 44,0 auf 31,7 Mill. eingetreten war. Der Gesamtgewinn der Gruppe beträgt 8,08 (7,71) Mill. Die freien Garantiemittel beider Unternehmen haben sich von 25,3 auf 35,3 Mill. erhöht. Bei der Gerling-Konzern Globale werden wieder 14 vH Dividende auf 10 Mill. Kapital verteilt und das Grundkapital um 5,0 Mill. bei 25 vH Einzahlung auf 15 Mill. erhöht, so daß jetzt 11,25 Mill. eingezahlt sind. Die als Verwaltungs- und Rückversicherungs-Gesellschaft des Gerling-Konzern tätige Gerling-Konzern Versicherungs-Zentrale AG schüttet aus dem verbleibenden Gewinn von wieder 3,2 16 vH Dividende und erneut 4 vH Bonus aus. Der Restbetrag von 2,0 wurde zur vollen Einzahlung des Grundkapitals verwendet und darüber hinaus das Kapital um 2,0 auf 10,0 mit 25 vH Einzahlung erhöht. Damit verfügt die Gesellschaft über freie Garantiemittel von 16,3 (11,6) Mill. DM.

Auch die Berliner Maschinen-AG, vormals L. Schwartzkopff, Berlin, orientiert sich mehr nach dem Westen. Sie besaß bisher etwas über 50 vH der Anleihe an der Maschinenfabrik Karl Ritscher GmbH, Sprötze bei Hamburg. Nunmehr hat sie auch die restlichen Anteile übernommen, 50 daß das Unternehmen sich damit voll im Besitze der Firma Schwartzkopff befindet. Die Firma Karl Ritscher GmbH wurde bei teilweiser Fortführung ihres eigenen Programms in zunehmendem Maße in das Fertigprogramm der Firma Schwartzkoff eingeschaltet. Es ist beabsichtigt, die Belegschaft der Firma noch in diesem Jahr wesentlich zu vergrößern.

Harte Kritik an der allgemeinen Geschäftspolitik sowie der Thesaurierungs- und Dividendenpolitik der Torpedo Büromaschinenwerke AG (Frankfurt/Main-Rödelheim) übten die freien Aktionäre und besonders Dr. Hohenemser von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 17. Oktober in Frankfurt/Main. Sie warfen der Verwaltung erneut vor, unter Einfluß des Großaktionärs, der Remington Rand (bei der rd. 95 vH des Grundkapitals iegen) eine „Aushungerung“ der Minderheitsaktionäre zu betreiben. So jedenfalls sei die Thesaurierungs- und Dividendenpolitik zu erstehen, die zu Rücklagen von 27 Mill. DM bei 3.2 Mill. Grundkapital geführt habe, während die Dividende im Geschäftsjahr 1960/61 (31. März) gegenüber dem Vorjahr um 4 auf 8 vH herabgesetzt worden sei.