Von Ernst Kreuder

Als der weiße Dampfer am Kai anlegte, schoben zwei Schiffsleute den Laufsteg herüber. Ein junger, großer Gepäckträger, der mit seinen Kollegen auf dem Kai Karten spielte, warf sein Blatt aufs Weinfaß und kam über den Laufsteg an Deck. Ich zeigte ihm meine Koffer.

„Willkommen auf unserer Insel, Señor“, sagte er stolz, „ich bin Antonio.“

Richard, der drüben vor einer Bar im Korbstuhl saß, winkte mir.

„Alles, was Sie brauchen, Señor“, sagte Antonio und deutete über die ansteigende, weiße Hafenstadt, „wird Antonio besorgen. Schicken Sie jederzeit nach mir, ich bin überall zu finden.“ Er gab mir die große, kräftige Hand. Dann schleppt; er meine Koffer an Land. Ein dicker Polizist salutierte, hieß mich willkommen und sagte: „Zu verzollen gibt es bei uns nichts. Ihr Paß ist bestimmt in Ordnung, es wird Ihnen hier sehr gefallen.“

Richard umarmte mich flüchtig, bestellte für mich Bier und sagte: „Da bist du endlich. Gute Fahrt gehabt? Es sind ja nur dreizehn Stunden. Fehlt dir etwas?“