• ANKARA – Unter dem Druck der Militärjunta haben sich die vier türkischen Parteien entschlossen, eine Notstandsregierung der Nationalen Front zu bilden. General Gürsel wird Staatspräsident.

Wieder wurden die Politiker überspielt. Die Offiziere werden auch weiterhin die eigentlichen Regenten in der Türkei bleiben.

  • TUNIS – Die algerische Exilregierung hat vorgeschlagen, unverzüglich neue Verhandlungen über die Unabhängigkeit Algeriens und einen Waffenstillstand zu führen.

In Paris wird die Bereitschaft zu neuen Verhandlungen begrüßt, zugleich aber befürchtet man, daß die OAS die neuen Verhandlungen zum Anlaß nimmt, um loszuschlagen.

  • WASHINGTON – Präsident Kennedy empfing Botschafter Grewe, der ihm ein Schreiben Bundeskanzler Adenauers übergab. Darin werden die Bonner Ansichten zur Deutschland-Frage und zum Berlin-Problem dargelegt.

Ungewiß ist noch, wann der Kanzler selber zu Kennedy fährt. Washington scheint es mit diesem Besuch nicht ganz so eilig zu haben wie Bonn.

  • BERLIN – Arbeitnehmer aus dem Bundesgebiet, die sich verpflichten, ein Jahr lang in Westberlin zu arbeiten, erhalten Überbrückungshilfen. Dies legte das Bundesarbeitsministerium fest.