„Das letzte Kapitel“ (Deutschland-Bundesrepublik; Europa-Filmverleih): Im Vorspann taucht Georg Hurdalek als Drehbuchautor auf. Man glaubt es nicht. Ziemlich anfängerhaft ist der Roman von Knut Hamsun verfilmt worden. Das Drehbuch läßt Disziplin Disziplin sein und erzählt den Roman in Kinolänge. Kein Wunder, daß der Film sich überstürzt und verhaspelt (Schnitt: Carl Otto) und mit Zeitraffer gedreht zu sein.scheint. Die seltsame Hektik fordert um so mehr zum Kopfschütteln heraus, als „Das letzte Kapitel“ sich anscheinend zur – gewiß nicht nervösen – Gattung des Heimatfilms zählen will. – Vor dem Hintergrund des norwegischen Gebirges (in schönen unaufdringlichen Farben photographiert) präsentiert Regisseur Wolfgang Liebeneiner eine stattliche Reihe von Darstellern, die Freud und Leid der Sanatoriumskundschaft mimen. Von der Prominenz ist Felmy immer Felmy; unter den Nebenrollen achte man aber einmal auf Ina Halley. kub