Die Parkinsonsche Krankheit, eine Nervenlähmung, die sich durch Schütteln und Zittern der Gliedmaßen äußert, wird in etwa 25 Jahren ausgestorben sein. Diese Annahme der beiden, amerikanischen Neurologen Robert S. Schwab und David C. Poskanzer beruht auf statistischen Erhebungen an fünf neurologischen Kliniken in Amerika, England, Deutschland und Brasilien. Dabei stellte man fest, daß das Durchschnittsalter der Parkinson – Kranken ständig steigt. 1938 waren diese Kranken im Schnitt 44 Jahre alt. Zehn Jahre später betrug das Durchschnittsalter 55 und 1957 65 Jahre. Überraschend dabei ist, daß Neuerkrankungen ebenfalls hauptsächlich bei Angehörigen dieser Altersgruppe auftreten. Die beiden Forscher nehmen an, daß die Parkinsonsche Krankheit die Spätfolge einer Grippe-Epidemie ist, die im Jahre 1918 vor allem unter den damals Zwanzig- bis Dreißigjährigen grassierte.