Wird der Tag kommen ...?

Der „Welttourismus“ soll einfacher und vergnüglicher werden. So wünscht es die International Union of Official Travel Organisation (IUOTO) in den Resolutionen, die sie der UNO zugeleitet hat. Zu den Anregungen gehören die Abschaffung oder Milderung des Visumszwanges, die Förderung der Touristik in den sogenannten Entwicklungsländern, die Erleichterung des Jugendreisens und der Kampf gegen hinderliche Gebühren. Die deutschen Teilnehmer trugen eine Bitte eigener Art vor: Sie möchten, daß einer der wenigen noch parolefreien Tage zum „Weltreisetag“ proklamiert werde. Freilich wurde nicht einer der ihren, sondern zwei ehemalige Präsidenten der IUOTO dekoriert. Der abtretende Präsident Farolan ehrte die beiden für Verdienste um den Fremdenverkehr mit der Offiziersklasse des Ordens der Philippinischen Ehrenlegion.

USA erwarten Deutsche

In Frankfurt soll jetzt ein USA-Reisebüro eröffnet werden, um die Aktion der Amerikaner „Besucht Amerika“ zu unterstützen. Eine Reihe von Erleichterungen für die Gäste aus Europa sind vorgesehen. Schon jetzt wurde die Erteilung des Visums „auf eine Durchschnittsdauer von dreißig Minuten“ verkürzt, und die zollfreie Grenze für Gegenstände, die ausländische Touristen mitbringen wollen, wurde auf 100 Dollar erhöht. Ausländer durften bisher Geschenke nur im Werte bis zu zehn Dollar mitbringen. Die vor einiger Zeit für heimkehrende Amerikaner von 400 auf 100 Dollar herabgesetzte Einkaufssumme für aus Europa mitgebrachte Dinge soll noch einmal überprüft werden. Schon jetzt sind die Bundesrepublikaner an die dritte Stelle aller ausländischen Besucher der Vereinigten Staaten gerückt. An erster Stelle stehen die Kanadier, an zweiter die Engländer. Gegen Ende dieses Jahres, so rechnen die Fachleute, werden mehr als 35 000 deutsche Touristen die USA besucht haben.

Abenteuer ohne Experimente

Mit der präzisen Formel, „der Standard der allgemeinen Touristik wird nunmehr auch von uns verlangt“, plädierte der Geschäftsführer K. H. Baerecke von der Auslandsstelle des Bundesjugendringes für die Angleichung des Stils von Studenten-Reisen an das Vorbild des modernen Tourismus. Diese Sätze fielen auf der 12. Internationalen Studentenreise-Konferenz, zu der Hochschüler aus 21 europäischen Ländern sowie aus Israel, Indien, Tunesien, Libanon, aus der Türkei, Polen und Jugoslawien gekommen waren. Mit dem lauten Ruf nach Komfort, zum Abenteuer ohne Risiko, wurden die Bemühungen um finanzielle Vorteile bei der Benutzung jeglicher Transportmittel gewürzt.