Was gab es einst alles – und was gibt es heute nicht mehr! Zum Beispiel das Goldgeld. Man sieht es nur noch hinter Glas bei den Banken, doch gezahlt wird nicht mehr damit. Aber bis 1914 enthielt jedes bessere Portemonnaie einige Goldstücke.

Es gibt auch keine Ruten mehr, ich meine solche, die drohend hinter dem Spiegel steckten.

Aufgehört hat ebenfalls die Melodie; in der hohen wie in der heißen Musik gibt es nur noch Melodiefetzen, die im Jazz bis zum Überdruß wiederholt werden.

Es gibt auch keine Wiener Operetten mehr – was ganz gut ist; aber dafür gibt es „Musicals“.

Es gibt nicht mehr dieses andächtige Ehe-Ritual des Strümpfestopfens, wegen der haltbaren Kunstfasern; auch sonst arbeiten die Frauen weniger an Seidenstickereien als am Aufmachen von Konservenbüchsen.

In der Damenkleidung gibt es keine Korsetts mehr. Erinnern Sie sich noch an die Annonce: „So sehe ich in einem meiner Korsetts mit rationeller Front aus“? Auch gibt es keine Schleppen mehr (außer bei der Trauung) und keinen Schleier mehr vor dem Hut.

Bei den Männern gibt es keine Kragenknöpfe mehr, keine „Röllchen“, keinen Gehrock, keine Strohhüte und keinen Spazierstock, denn dieser paßt nicht mehr in das Tempo der Zeit. Doch es ist schade um ihn.