„Geht’s gut?“

Das EMNID-Institut hat einen repräsentativen Querschnitt der westdeutschen Bevölkerung gefragt: „Wollen Sie mir bitte sagen, wie Sie mit Ihrer gegenwärtigen persönlichen Lage zufrieden sind – geht es Ihnen gut, nicht so gut oder schlecht?“ Antwort: 50 vH bezeichneten ihre wirtschaftliche Lage als sehr gut oder gut, 37 vH meinten, sie seien zufrieden, 12 vH sagten, es ginge ihnen nicht so gut oder schlecht und 1 vH äußerte keine Meinung. Die größte Zufriedenheit herrscht offenbar unter den Beamten; von ihnen beurteilten 68 vH ihre Lage als gut oder sehr gut.

Sozialprodukt und Verteidigung

Für die Verteidigung hat die Bundesrepublik im vergangenen Jahr 3,9 vH ihres Bruttosozialproduktes ausgegeben. Mit diesem Anteil stand die Bundesrepublik hinter Frankreich an zweiter Stelle aller Länder der EWG. Frankreich hat nach Berechnungen des Deutschen Industrieinstituts mit 5,6 vH seines Bruttosozialproduktes im vergangenen Jahr die relativ höchsten Verteidigungsaufwendungen gehabt. Knapp hinter der Bundesrepublik folgen die Niederlande mit 3,8 vH (Belgien 3 vH, Italien 2,8 vH).

Der Wettbewerb der Frauen

Im Rahmen des „Wettbewerbs der Kreise um die höchste Quote der Frauenarbeit“ hat sich die Frauenarbeit in der Sowjetzone stark vermehrt. Zur Zeit sind, wie aus zonenamtlichen Statistiken hervorgeht, 70 von 100 Frauen erwerbstätig. Den Vogel schießt der Stadtkreis Chemnitz ab, in dem 87 vH aller nicht mehr in der Schulausbildung begriffenen Frauen arbeiten. Besonders auffällig ist die hohe Zahl der berufstätigen Frauen in höheren Altersgruppen. Zum Vergleich: In der Bundesrepublik sind von 100 Frauen 33, in Berlin 41 erwerbstätig.

Defizit im sozialisierten Bergbau