Von Wolfgang Ebert

Weil sich alle Leute einen neuen Wagen kaufen, wollte ich auch einen neuen haben, aber natürlich nicht so einen, den alle Leute haben.

Zunächst besorgte ich mir einige schöne bunte, inhaltsreiche Prospekte. Die sind offenbar geradewegs auf mich gemünzt. Erfreulicherweise enthalten sie nämlich so gut wie nichts von diesem unverständlichem Kram über die Innereien eines Autos – als ob sich ein vernünftiger Mensch etwas unter „obengesteuert mit Kipphebeln“ vorstellen könnte! –, sondern beschäftigen sich vielmehr vorwiegend mit mir und mit meiner gesellschaftlichen Position. Ich denke da etwa an den Wagen ...

„... der seinen Besitzer als einen Menschen ausweist, der Geschmack hat und Sinn für das Schöne...“

„... der von der kultivierten Gesellschaft bevorzugt wird...“

„... für Männer, die für das Wohlergehen vieler verantwortlich sind...“

„... den nicht jeder fährt ...“ (inzwischen weiß ich auch, warum!)