DIE ZEIT

wer....was....wo....waeum...

Hauptthema der Gespräche: Ob und worüber der Westen mit Moskau in der Deutschland-Frage verhandeln kann. • ACCRA – In der Hauptstadt Ghanas warfen Gegner des Nkrumah-Regimes mehrere Bomben.

Abrechnung – wie weit?

Die Abrechnung mit dem Stalinismus auf dem 22. Parteitag war vor allem deshalb notwendig, weil die Erfordernisse und Aufgaben der modernen sowjetischen Industriegesellschaft nicht mehr mit den Methoden und Thesen Stalins zu lösen sind.

Deutsche Naivität

„Durch die Kaiserwahl von 1519 (Karl V.) war die deutsche Krone einem Herrscher ausgeliefert, der in Deutschland nur ein Nebenland sehen konnte.

Gewählt, aber nicht gewollt

Wir haben wieder einen Kanzler. Endlich. Aber niemand jubelt, zu deprimierend war das Geschehen und Gebaren der letzten sieben Wochen.

Mit knapper Mehrheit

Nur 259 von den 309 Abgeordneten der unter so viel Ärger und Zeitverlust zustande gebrachten Regierungskoalition gaben Dr. Adenauer bei der Kanzlerwahl am Dienstag ihre Stimme.

Pakt wider die Demokratie

Das Kernstück des Koalitionspaktes ist, soweit wir bisher wissen, die gegenseitige Verpflichtung zur Koalitionstreue auf die Dauer der Legislaturperiode.

De Gaulles Europa-Modell

Mit souveräner Selbstverständlichkeit hat Präsident de Gaulle die Führerrolle in Europa übernommen. Immer deutlicher setzt sich seine Konzeption vom „Europa der Vaterländer durch.

Ein blamables Juristenstück

Da schlummern also in den Aktenregalen Fahndungslisten aus der Zeit des „Dritten Reiches“, denen man, auch ohne ein Sherlock Holmes zu sein, den verdächtigen Hintergrund ansehen könnte.

Wie Adenauer zum 4. Male Bundeskanzler wurde

Buchstäblich bis zum letzten Augenblick wurden Minen gegen das Kabinett Adenauer gelegt. Wäre es nach dem Willen der Minenleger gegangen – so wäre die „Koalition des gegenseitigen Mißtrauens“ schon in der Woche vor dem 7.

Zeitspiegel

„Die Welt sieht in der Bundeshauptstadt einem Schauspiel zu, das an die schönen Tage der IV. Republik in Frankreich erinnert.

Es geht um Kuba, Berlin und die Atomtests

Überblickt man die lange Liste von Versäumnissen und Fehlentscheidungen, die die republikanischen Kritiker dem Weißen Haus präsentieren, so zeigt sich, daß es drei, vier Hauptpunkte sind, unter die sich alle Vorwürfe gliedern lassen.

In drei Jahren – ein Bruderkrieg?

Sollten wir tatsächlich in drei Jahren den politischen Waffengang Kennedy contra Rockefeller erleben, so wird es ein faszinierendes Schauspiel werden.

Des Kremls Finnland-Attacke

Noch kurz vor dem 30. Oktober, bei einem Essen des National Press Club in Washington, konnte Finnlands Staatspräsident Urho Kaleva Kekkonen nicht ohne einen Anflug von Stolz und durchaus in gutem Glauben feststellen: „Ich bin gar nicht unglücklich darüber, daß Sie in der letzten Zeit keinen Grund hatten, über mein Land zu berichten.

Nasser in Nöten

Der Abfall Syriens hat die politische Stabilität des Nasser-Regimes auch in Ägypten erschüttert. Nach der erfolgreichen Revolte der „Reaktionäre“ von Damaskus und Aleppo ist man jetzt auch im eigenen Land auf der Jagd nach „Staatsfeinden“.

U-Thant ohne Troika

Ich habe die Absicht, eine begrenzte Zahl von Personen aufzufordern, meine engsten Berater zu werden ... Ich gedenke unter ihnen Dr.

„Wir kennen die Russen seit 800 Jahren“

Die schnellen blauen Straßenbahnen, die an der weißen Uspenskij-Kathedrale vorbei über die Pier des Osthafens von Helsinki rollen, tragen blauweißen und schwarz-rot-goldenen Flaggenschmuck; nicht zu übersehen darin, wenn auch etwas verwaschen und grau, das Emblem der Sowjetzone.

„Alles weggeschrumpft“

Kein politischer Karikaturist scheint auf die Idee gekommen zu sein, Chruschtschow als Hamlet in der Totengruft zu zeichnen, Stalins Schädel in der Hand, und darunter den klassischen Text zu setzen: „Alles weggeschrumpft Der Scherz wäre dem makabren Sinn für Humor des Diktators durchaus adequat.

Friedrichstraße – eine Sackgasse

Die Friedrichstraße ist wieder normal geworden. Die amerikanischen und sowjetischen Panzer sind verschwunden und der Verkehr funktioniert nach polizeilicher Vorschrift: die Vopos drüben kontrollieren alles, was Zivil anhat.

Togliatti fällt nicht um

Italiens Kommunisten sind wieder einmal in arger Verlegenheit: Schon einmal, vor fünf Jahren, nach der brutalen Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes, stießen sie im eigenen Lande auf eine Mauer der Ablehnung.

Ulbricht und die Entstalinisierung

„Wird nach der Entfernung des Leichnams Stalins aus dem Mausoleum am Roten Platz in Moskau auch die Stalin-Allee in Ostberlin umbenannt?“ Zuständig für die Antwort war Genosse Sindermann, Leiter der Abteilung Agitation und Propaganda im SED-Zentralkomitee.

Skeptische Fragen an Nehru

John Kennedy ist im Januar dieses Jahres mit drei großen außenpolitischen Zielen angetreten: Verbesserung der Beziehungen zu den blockfreien Ländern, Festigung des Bündnisses mit den Mächten des nordatlantischen Vertrages, Aushandeln von Waffenstillstandsbedingungen mit den Kommunisten.

Übergangsperiode in der Sowjetunion

Der 22. Parteitag, der für die Sowjetunion und die Welt so viele Überraschungen brachte, hat auch zu interessanten Veränderungen in der sowjetischen Spitze geführt.

Das neue Regime im Vatikan

Nach dreijährigem Pontifikat muß das Porträt von Papst Johannes XXIII. neu geschrieben werden. Das Bild des schlichten, mit gesundem Menschenverstand ausgestatteten Monarchen der katholischen Kirche genügt nicht mehr, um ihn zu charakterisieren.

Die nichtkatholische Kirche sammelt sich

Am Anfang der indischen Geschichte steht nicht etwa ein kriegerisches, sondern ein geistiges Ereignis: Das Eingehen des Buddha in das höchste, überweltliche Nirwana.

Der Gutachter vor Gericht

Man kann der Justiz nicht oft genug sagen, wie sehr sie der Gefahr des Irrens ausgesetzt ist“, schrieb von Holtzendorff im Jahre 1875, und Erich Sello zitiert dieses Wort in seinem Werk über die Irrtümer der Strafjustiz (1911).

Berlin: Flucht aus Versehen

Der Westberliner Zollbeamte traute seinen Augen nicht, als eine etwa 40jährige Dame ungehindert über den internationalen Grenzübergang in der Friedrichstraße auf ihn zukam.

Nicht mehr standesgemäß

Der Gesetzgeber hat erkannt, daß wir Bundesbürger in einer klassenlosen Gesellschaft leben: In dem aus dem Jahre 1896 stammenden Bürgerlichen Gesetzbuch wurde jetzt der Ausdruck „standesmäßiger Unterhalt“ ersetzt durch den blasseren, aber wohl zeitgemäßen Begriff „angemessener Unterhalt“.

Bremen: Streit um die Bremer Giebel

Die Bremer mit ihrer sprichwörtlichen hanseatischen Reserviertheit, die selbst den Borgward-Skandal mit erstaunlicher Gelassenheit ertrugen, haben ein Thema, an dem sich ihre Leidenschaften entflammten: Das Projekt eines „Hauses der Bürgerschaft“ am historischen Marktplatz.

Bayern: Taxi-Konzessionen für 40 000 Mark

In der vergangenen Woche gab das bayerische Wirtschaftsministerium bekannt, es strebe ein Grundsatzurteil im Münchner Taxistreit an und habe zu diesem Zweck die Staatsanwaltschaft beim lokalen Verwaltungsgericht angewiesen, Berufung gegen das kürzlich ergangene „Taxiurteil “ einzulegen.

Kein Platz für Kranke

Ich vermute Salmonella, die Margarinekrankheit“, sagte der Arzt zu dem jungen Mann. „Sie müssen sofort ins Krankenhaus.“ Aber jedesmal, wenn Dr.

Schleswig-Holstein: Auf Tonband?

In der Bundesrepublik gibt es Leute, die meinen, zur Ausstattung eines gewitzten Politikers gehöre auch ein Tonbandgerät. Wer dies glaubt, kann sich immerhin auf große Vorbilder in Bonn berufen.

Hamburg: Eine Schraube locker

Der Tankwart im blauen Overall lächelte milde – wie einst mein Mathematiklehrer. Zwar war er, ein rundlicher freundlicher Gesell, dessen blaßblaue Äuglein Mühe hatten über die Pausbacken wegzusehen, der dickgeratene Kontrapunkt zu der Asketengestalt des Oberstudienrats, aber auch sein Gesicht drückte aus, was ich schon in der Algebrastunde erfahren hatte: Manche Menschen sind mangelhaft.

Baden-Württemberg: Klagebrief eines Stuttgarter Dauerparkers

Gestatten: ich bin der von Ihnen vor kurzem zitierte Dauerparker. Ja, es stimmt alles: ich stelle mein Auto am Morgen ab, nachdem ich suchend einige Runden gedreht habe, und gebe den Platz erst wieder frei, wenn ich nach achtstündiger Arbeit nach Hause fahre.

Der Kampf um den 2. Kanal

Eine der größten innenpolitischen Niederlagen, die Bonn und Bundeskanzler Adenauer einstecken mußten, war ihre Schlappe in dem hartnäckigen Kampf um den „Zweiten Kanal“, um das Bundesfernsehen.

Andorra zum Beispiel

Das neue Stück Max Frischs, ein Theaterereignis wie seit Dürrenmatts „Alter Dame“ nicht mehr

Keine Alternative?

Seitdem die Weltpolitik genau in Schwarz und Weiß aufgeteilt ist und keine Nuancen zwischen zwei äußersten Haltungen mehr zuläßt, wird jede Regung oder zumindesten jede Äußerung zu einer Stellungnahme, die nicht abweichend sein darf.

Zum Lachen oder Weinen?

Ich gestehe, daß mir die Geschichte vom Leben und frühen Tod des Lauro de Bosis bis vor kurzem unbekannt war; und ich nehme an, daß ich mich da in zahlreicher Gesellschaft befinde.

Aufpassen auf den Bayerischen Rundfunk!

Das Sonderprogramm des Bayerischen Rundfunks und sein verdienstvoller Leiter, Dr. Gerhard Szczesny, haben sich den Groll des Intendanten Wallenreiter zugezogen.

Aufsehen in Santa Cruz

Zunächst besorgte ich mir einige schöne bunte, inhaltsreiche Prospekte. Die sind offenbar geradewegs auf mich gemünzt. Erfreulicherweise enthalten sie nämlich so gut wie nichts von diesem unverständlichem Kram über die Innereien eines Autos – als ob sich ein vernünftiger Mensch etwas unter „obengesteuert mit Kipphebeln“ vorstellen könnte! –, sondern beschäftigen sich vielmehr vorwiegend mit mir und mit meiner gesellschaftlichen Position.

Ein kritischer Querschnitt

Auch auf diesem neuen Terrain bestätigte sich Siegfried Lenz als einer der begabtesten (und bescheidensten) jüngeren deutschen Autoren .

Mein Bild

Schon in meiner frühen Jugend fasziniertenmich die Arbeiten des großen Meisters, des Südfranzosen Honoré Daumier. Die köstliche Ironie und das rührend Menschliche vor allem begeisterten mich.

Wie sich die Bilder gleichen...

Vor 150 Jahren, am 22. Januar 1811, schrieb Jakob Grimm über Kleists „Käthchen von Heilbronn“ an Achim von Arnim: „... indem sein Käthchen .

Zeitmosaik

Kurt Hübner, der Intendant des Stadttheaters in Ulm, ist zum Bremer Generalintendanten gewählt worden. Er tritt die Nachfolge Albert Lipperts am 1.

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