Die zornigen jungen Männer werden von einer Generation abgelöst, die sich nicht einmal mehr zum Zorn reizen läßt, meint der amerikanische Psychiater Dr. Leopold Bellak. Die kommende Generation wird nicht mehr protestieren, weil sie tieferer Bindungen kaum noch fähig sein wird. Unter dem ständig wachsenden Einfluß verschiedenster Stimulantien, wie Fernsehen, Reklame, Illustrierte, Filme und der immer exzentrischeren Rhythmen bei der Musikberieselung, verliert der moderne Mensch seine Identität. Bellak sieht die Entwicklung eines Charaktertyps voraus, der Züge aufweist, wie man sie bei Menschen beobachtet, die überwältigenden Situationen ausgesetzt waren – zum Beispiel den schrecklichen Erfahrungen in einem Konzentrationslager. Dieser Mensch wird einen dicken seelischen Panzer tragen, der sein Gefühlsleben gegen die Umwelt abschirmt. Der oberflächliche Mensch der Zukunft wird nach Bellaks Ansicht seinen Mitmenschen gegenüber nur noch eine Cocktailparty-Verbindlichkeit aufbringen.