• London – Verhandlungen über die Unabhängigkeit Kenias führte der neue Führer der Nationalen Union (KANU) Jomo Kenyatta, im britischen Kolonialministerium. Er verlangt, daß sein Land noch in diesem Jahr frei werde.

Mit seinem Besuch brachte Kenyatta den Fahrplan des neuen Ministers Maudling völlig durcheinander: Die Engländer wollen noch ein Jahr warten.

  • ANKARA – Staatspräsident Gürsel hat die vier türkischen Parteiführer ultimativ aufgefordert, einen Ministerpräsidenten zu wählen.

Seine Drohung: Sonst wird ein General Regierungschef.

  • LISSABON – Die portugiesischen Wahlen haben die Anhänger des Ministerpräsidenten Salazar überlegen gewonnen. Die Opposition hatte ihre Kandidaten aus Protest zurückgezogen, weil die Regierung versprochen hatte, vor Befriedung Angolas keine Wahlen abzuhalten.

Auch der Rebellenhauptmann Galvao, bekannt durch sein Piratenstück mit der "Santa Maria", konnte den Sieg Salazars nicht schmälern. Aus einem "gekaperten" Verkehrsflugzeug hatte er über der Hauptstadt Stöße von Flugblättern abwerfen lassen, um die Portugiesen zum Wahlboykott zu veranlassen.

  • LONDON – Die Unterhaus-Nachwahlen in drei Wahlbezirken brachten Stimmenverluste für die Konservative Partei. Trotzdem eroberten die Konservativen die Sitze, da Liberale und Labour-Party ungefähr die gleiche Stimmenzahl erreichten und sich gegenseitig um ihre Chance brachten.

Die größte Enttäuschung herrscht bei Labour. Die Richtungskämpfe unter den Sozialisten haben die Partei weit zurückgeworfen.