Die Wirtschaftskraft Europas

Nach fünfjährigen Untersuchungen erklärt Dr. Dewhurst vom Twentieth Century Fund (USA) in einem Bericht "Bedürfnisse und Wohlstandsquellen Europas": Mit 3 vH der Erdoberfläche, 10 vH der Erdbevölkerung und verhältnismäßig wenig Rohstoffen produziert das freie Europa 25 vH des Welteinkommens, bestreitet 40 vH des Welthandels. Minderqualifizierte Waren verschwänden zugunsten der Qualitätswaren. Die "Klassenstruktur" Europas gleiche sich aus. Sozialisierte Industrien befänden sich in einem Schwebezustand, sie hätten kaum Fortschritte gemacht, der Sozialismus sterbe ab, weil der freie Wettbewerb diejenigen Güter bereitstellt, welche die Sozialisten versprachen.

Kaum langfristige Arbeitslosigkeit

Die langfristige Arbeitslosigkeit ist in der Bundesrepublik so gut wie verschwunden. Eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zeigte, daß nur 3 vH der arbeitslosen Männer und 1 vH der arbeitslosen Frauen seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung sind.

Autos – made in Turkey

Das erste in der Türkei fabrizierte Auto – mit der Typenbezeichnung "Devrim" – ist fertiggestellt. Das Werk schenkte den an den Ford Consul gemahnenden Wagen des Staatspräsidenten General Gürsel. Bevor an eine Serienproduktion zu denken ist, sollen weitere Prototypen eingehend getestet werden.

Lohn und Produktivität

Die Lücke zwischen Lohn und Produktivität in der Industrie der Bundesrepublik hat sich in den letzten Monaten stark erweitert. So war der Lohn je Arbeiferstunde in der Industrie (ohne Bau und Energie) in den Monaten Januar bis August 1961 um 12,1 vH höher als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Das Produktionsergebnis je Arbeiterstunde hat in dieser Zeit aber nur um 9,9 vH zugenommen.