Es gibt nur einen Weg zum Glück, er besteht darin, sich nicht über Dinge zu sorgen, die sich der Beeinflussung durch unseren Willen entziehen. Epiktet

Ohne Kommentar

Im Band 6 des Buches "Der muttersprachliche Unterricht" von Dr. phil. K. Reumuth (Verlag der Dürrschen Buchhandlung, Berlin 1956) findet sich (auf Seite 54) der Satz: "Wer sich aus der Volksgemeinschaft löst, wer nicht fühlt, daß er ‚ein Stück von ihr ist‘, kann nicht Dichter des Volkes sein. Sprachliche Meisterschaft allein macht den Dichter nicht aus. Entscheidend ist der Reichtum und die Tiefe des ,Gemütes‘." Dieses Lehrbuch wird an vielen Pädagogischen Hochschulen und Lehrerseminaren empfohlen.

Re-immigrant Brecht?

Nach jahrelangen Verhandlungen hat der Suhrkamp Verlag der Grove Press in New York das Recht für eine große amerikanische Brecht-Gesamtausgabe übertragen. Der amerikanische Verlag will sie – entgegen dem Usus – in der Form einer europäischen Gesamtausgabe veröffentlichen. Hierzulande spricht man von einem Verbot, dort hat man nichts dagegen, sich mit Brecht auseinanderzusetzen – kürzlich erst wurde in Washington ein neues Theater mit Brecht eröffnet. Freilich, die Amerikaner sind sich ihrer selbst sicherer als wir.

Preis-Parabel

Bei der Versteigerung von Parke-Bernet in New York brachte es Rembrandts Gemälde "Aristoteles betrachtet die Büste Homers" auf den Rekordpreis von 2,3 Millionen Dollar. Dazu kommen noch 13 Prozent Steuern, so daß der Kaufpreis sich schließlich auf ungefähr 2,6 Millionen Dollar (rund 10 Millionen Mark) belaufen wird. Dies ist der höchste Preis, der auf einer Auktion jemals für ein Kunstwerk bezahlt wurde (die letzten schwindelerregenden Zahlen wurden bei Sotheby in London erzielt: 1958 2,5 Millionen Mark für Cézannes "Knabe mit der roten Weste" und 1959 3 Millionen Mark für Rubens’ "Anbetung der Heiligen Drei Könige"). Das Rembrandt-Bild mißt 140 mal 130 cm und ist voll signiert: "Rembrandt fecit 1653"; es gehört nun dem New Yorker Metropolitan Museum.