Als James Cook für das englische Empire die Welt umsegelte, litten seine Matrosen an Skorbut oder an Beriberi, was ungefähr unseren heutigen Hypovitaminosen gleicht, Mangelkrankheiten des menschlichen Haushalts,

Kapitän Cook entdeckte Südseeinseln und fand dabei auch eine dunkelgrüne, birnenförmige Frucht, die Avogado. Ihr Stamm gehört zur Familie der Lorbeerbäume, und die englische Sprache schreibt sie „Avocado“; wann sich das c in ein g verwandelte, weiß ich nicht.

Diese Birne hat eine der schönsten grünen Farben, und ich wünschte mir, man könnte Handtaschen und Schuhe aus ihrer Haut fabrizieren. Aber Mr. Cook dachte anders; er gab ihr Fruchtfleisch seinen Matrosen zu essen, und, siehe da, die Mangelkrankheiten verschwanden.

Mit Weihnachten vor der Tür, und wo Tante Anna und Onkel Erich ohnehin schon alles haben, dachte ich’s mir nun wie folgt: Man kauft einen Korb oder ein Körbchen; diese Dinger gibt es in Gold, in Silber, gefüttert, mit Schleifen, mit Tannengrün, mit Orchideen geschmückt. Dahinein tut man einige Avogados. Hinzu fügt man, aus dieser ZEIT ausgeschnitten, zu einem Röllchen gerollt, alles, was ich da jetzt schreibe.

Die Avogado soll, wird sie verzehrt, oben, an der Spitze, weich sein; man muß also vielleicht ein bißchen warten. Dann wird sie in der Mitte durchgeschnitten, der Kern wird entfernt, aber ja nicht weggeworfen. Es handelt sich hier um eine Sache des nächsten Jahres, die uns doch auch alle sehr beschäftigt.

Man macht eine Salatsauce. Pfeffer, Salz, Öl, Essig, Senfpulver, oder was man sonst noch in seiner Küchenwürze gern hat. Die Sauce wird auf den Tisch gestellt, jedermann hat auf seinem Teller eine halbe, entkernte Frucht. Sie hat eine kleine Bucht, dort wo der Kern lag, und dahinein kommt nun die Salatsauce. Mit einem Löffel schält man Fruchtfleisch und Sauce heraus.

Man kann – und das ist nun amerikanisch – auch eine Art von Brotaufstrich – für Cocktailparties – aus der Avogado bereiten. Dazu wird das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrückt, mit Zitronensaft und rotem Pfeffer gewürzt und mit etwas Mayonnaise durchzogen. Die Masse sollte möglichst eine Stunde im Eisschrank ruhen.