Wirtschaft

Sonntags - nie?

Der Sonntag und die gesetzlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt " Diese Bestimmung aus der Weimarer Verfassung ist 1949 in das Grundgesetz übernommen worden.

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DIE ZEIT

wer....was....wo....warum...

• DJAKARTA – Indonesiens Staatspräsident Sukarno kündigte die totale Mobilisierung seines Volkes an. Ziel: die „Befreiung“ von Holländisch-Westguinea.

Die Kraft der Ohnmacht

Über die Schwäche der Macht haben wir in Jahr und Tag viel nachzudenken. Nicht gerne. Nicht gerne, weil es uns bedrückt, wahrzunehmen, wie es den Machthabers allen, den Gebietern über Arsenale des Lebens und des Todes, nicht gegeben ist, den Menschen, die ihnen anvertraut sind, drei Lebenswünsche zu erfüllen: den Wunsch, das ja und das Nein einer jeden Sache freimütig denken und bezeugen zu dürfen; den Wunsch, einen Baum pflanzen und in friedlicher Zuversicht dann (wofern nicht der Tod dazwischen spricht) seine Früchte erwarten zu können; den Wunsch, Gemeinschaft zu halten, gehend, kommend, mit Freunden und – wenn es so unserer Vielschichtigkeit gefällt – auch mit Fremden, ja mit Gegnern der eigenen Gedankenwelt.

Die Lehre vom Kongo

Während mancherorts Denkmäler für den verstorbenen UN-Generalsekretär Dag Hammarsköld errichtet werden, beginnen einige Leute sich zu fragen: ob Hammarskjöld nicht eigentlich derjenige gewesen ist, der der Weltorganisation das Grab geschaufelt hat.

Nehrus Sündenfall

Ein guter Mann, der etwas Böses tut, ist gefährlicher als ein böser Mann.“ Der jenen Satz 1956 auf dem Petersberg uns Deutschen zurief, hieß Jawaharlal Nehru – und so fragen wir uns denn heute, wie gefährlich dieser Nehru sei.

Sturmsignal in Paris

Für die letzte Sitzung vor ihrem Winterurlaub, der vier Monate dauern wird, nahm die französische Nationalversammlung noch einmal alle Kraft zusammen, die Lust und auch den Schmerz, Sozialisten und Radikal-Sozialisten brachten einen Tadelsantrag ein, der keinerlei spezifische Begründung enthielt und damit auf breiter Front und in allen oppositionellen Lagern ein Sturmsignal gegen die Regierung setzte.

Zeitspiegel

Seit dem Moskauer Scherbengericht hat Albanien seine Einkäufe im westlichen Ausland auffällig erhöht. Die Albaner kaufen vor allem in Frankreich (Weizen) und Italien, mit dem sie in der vorigen Woche ein neues Handelsabkommen geschlossen haben.

Eine „Österreich-Lösung“ für die Zone?

läßt sich die deutsche Frage lösen, indem die Sowjetzone in einen neutraler, nichtkommunistischen freien Staat verwandelt wird, der sich mit der Bundesrepublik nicht vereinigen darf? Dieser Gedanke einer „österreichischen Lösung“, den Karl Jaspers vor einem Jahr in der ZEIT als erster ausführlich entwickelt hat, taucht in der internationalen Diskussion immer wieder auf.

Von Bismarck bis Adenauer

Wenn sich ein gescheiter und kenntnisreicher Ausländer über deutsche Staatskunst äußert, so verdient das unsere Aufmerksamkeit.

Wie viele Söldner?

Der belgische Außenminister Spaak hat die Zahl der in katangesischem Sold stehenden weißen Soldaten letzte Woche auf rund 250 Mann verananschlagt.

Zweimal Teilung, zweimal Stacheldraht

Die jahrhundertealte Mauer Jerusalems und die neue in Berlin dienen dem gleichen Zweck: Sie teilen eine Stadt. In Berlin trennt sie Deutsche von Deutschen, in Jerusalem trennt sie die israelische Neustadt von der jordanischen Altstadt.

Ostberlin winkte ab

Auch zu Weihnachten dürfen die Berliner einander nicht besuchen. Der Senat hatte versucht, Ulbrichts Mauer wenigstens für die Feiertage durchlässig zu machen und wollte mit Ostberlin darüber verhandeln.

Warum Atom-Macht NATO?

Durch einen Vorstoß des Bundesverteidigungsministers ist bei der Pariser Atlantikrats-Sitzung der Punkt „NATO als 4. Atommacht“ erneut auf die Tagesordnung gesetzt worden.

Hessen: Die Kunden waren zufrieden

Ernste Bedenken, ob die Tätigkeit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. in Frankfurt am Main segensreich ist, hat Wolfgang Schütz, Justitiar des Benzin-Preisbrechers von Opel seit er ein Urteil des Landgerichts Frankfurt gründlich studiert hat.

Bayern: Gewissensentscheid oder Fehldiagnose?

In der zweiten Dezemberwoche wurde eine Affäre bekannt, die durch allerlei Stellungnahmen von Betroffenen, Funktionären und Verbänden so verwirrend wurde, daß manche Zeitungsleser am Schluß nicht mehr wußten, was eigentlich geschehen war.

Bayern: Verfassungsgeschichte

Mit dem gebotenen Aufwand wurde kürzlich im Münchner Maximilianeum, dem Sitz des Landesparlaments, der 15. Jahrestag der Bayerischen Verfassung gefeiert.

Die dritte Spur

Noch am 7. Dezember hieß es bei der Bauleitung, die erste sechsspurige Autobahn in Deutschland – die Strecke von Köln-Mülheim bis Leverkusen – würde am 16.

Wohlstand schützt vor Umsturz nicht

Zwanzig Milliarden Dollar Entwicklungshilfe haben die Vereinigten Staaten den lateinamerikanischen Ländern in Aussicht gestellt, um sie vor dem Kommunismus zu schützen.

Der Zuck – 65 Jahre jung

Der Regisseur Albrecht Joseph hielt 1926 im Berliner Schillertheater, dem „zweiten Haus“ der Preußischen Staatstheater, Probe für Georg Kaisers „Von Morgens bis Mitternachts“.

Kleines braunes Jesuskind

Es war wirklich schade, daß Heliotrope Smith am geeignetsten war. Sie und keine andere würde die Jungfrau Maria sein müssen, aber das ging nicht ohne Schwierigkeiten ab.

Mein Bild

In den dreißiger Jahren feierte das Amsterdamer Rijksmuseum irgendein Jubiläum, und aus diesem Anlaß gab es eine Ausstellung Rembrandtscher Selbstbildnisse.

Zeitfragen: Nur zur Weihnachtszeit?

Man sagt, daß die Erinnerung mit der Zeit immer schwächer wird, daß sie mit den Jahren verblaßt und nur mehr in einer verkümmere ten, völlig veränderten Form im Schatten unseres Bewußtseins weiterexistiert, um dann, oft von einem nichtigen Ereignis ausgelöst, in ihrer ganzen Grausamkeit oder Schönheit wieder aufzuleben.

Bekannte Bekannte

Als ich neulich Frau Herzbergsfelden traf, fiel mir ein, daß sie doch alle Welt kennt und darum vielleicht auch jemanden, der in meiner alten Berliner Wohnung neuer Untermieter sein möchte.

Europa und Liberté

Das Schiff, das dieser Tage französische und deutsche Delegierte vom Industriellen-Kongreß in den Vereinigten Staaten aus der Neuen Welt nach dem alten Kontinent zurückbrachte, heißt „Liberté“.

Kleiner Kunstkalender

Hann Trier, Jahrgang 1915, seit 1957 Professor an der Berliner Hochschule, erhielt den Darmstädter Kunstpreis 1961. Das ist der Anlaß für diese bisher umfangreichste Gesamtausstellung, die ähnlich, bis auf die neuesten Arbeiten, auch schon in der Kestner-Gesellschaft zu sehen war.

Von Wilder und Hindemith

Unter den zeitgenössischen Komponisten von Weltruf ist Paul Hindemith, das musikalische enfant terrible der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, der beharrlichste Vertreter einer Kunstgesinnung, die sich zur geistigen und sittlichen Verpflichtung benennt.

Zeitmosaik

In New York (wo in letzter Zeit Stücke wie „Mann ist Mann“ und „Im Dickicht der Städte“ gespielt wurden) ist das Interesse an Brecht mittlerweile so groß geworden, daß das De-Lys-Theater nun ein Programm mit dem Titel „Brecht überBrecht – Sein Leben und seine Kunst“ en suite spielen will (erst sollte es bei einer Matinee bleiben, aber der Erfolg war zu groß).

Der alte, böse Elefant Henry Miller

Bisweilen schlage ich im Lexikon nach, ob ein Mann, den ich gern feiern möchte, mit gerade tausend wird oder wenigstens hundert, im schlimmsten Fall nur siebzig.

Balsam für verständige Seelen

Kein Geschmack ist so sicher wie der schlechte; während andere Leute gewöhnlich die eine oder andere Vorliebe haben, für die sie besser nicht geradestehen möchten, die, ist sie einmal überstanden, wie ein Makel schamhaft verschwiegen oder mit Renegateneifer bekriegt wird, plagt den Kitsch-Geschmack kein Skrupel.

Zu empfehlen

ES ENTHÄLT Beschreibungen von einer nächtlichen Besteigung des Olymp („Kein Platz für Engel“); vom Fischfang zwischen Grönland und Barentssee („Standorte eines Flaschenschiffs“); von einer Autofahrt entlang der norditalienischen Westküste („Schöner Tag“); von einem Flug Istanbul – Istanbul, rund um die Erde („Fremde ohne Souvenir“); von den Leeward-Inseln in Dichtung und Wahrheit („Die Rückseite eines Gedichtes“, „I.

Licht: Nachrichtenträger der Zukunft

Wie in den Jahren zuvor, so gab es auch im Verlauf der diesmal in Wien Ende Oktober durchgeführten Deutschen Physikertagung zahllose kleine und große, meist sehr komplizierte und kostspielige elektronische Geräte zu bewundern.

ZEIT-Zünder

Die Managerkrankheit tritt bei Managern seltener auf als bei anderen Berufstätigen, Das hatten schon vor einiger Zeit statistische Erhebungen ergeben, die an einem der größten Industrieunternehmen der Vereinigten Staaten angestellt wurden.

Die Helden des lärmenden Zirkus

Der Mitregent Diokletians, Maximian Herculeus, hatte hier inmitten ausgedehnter Eichen- und Pinienwälder in einem weltabgeschiedenen Tal seine Sommerresidenz errichtet.

Ein junger Mann aus Hof

Wenn dieser blonde Bursche in Sydney lebte, oder ein Jahr lang an einer von unseren Universitäts-Schwimm-Hochburgen trainieren könnte – ich wüßte nicht, wer ihn dann schlagen sollte! Der Mann, der dies bei den Olympischen Spielen in Rom sagte, war ein amerikanischer Schwimmtrainer.

Für den Winter

In der Umgebung von Finse in Norwegen veranstaltet der Norwegische Touristenverein Skitouren mit Hundeschlitten. Es genügen, so wird tröstend hervorgehoben, „normale“ Fertigkeiten im Skilaufen.

11. Dezember, das Hörspiel:: Der Würfel

Zu hören war im Funk folgendes: Das Regime steckte zwei Kommunisten und einen Kapitalisten in eine Gefängniszelle. Sie werden einander (weltanschaulich) ungemütlich, und um den Kerkerfrieden zu sichern, lassen sie bei allen Unklarheiten zwei Würfel entscheiden.

Film

„Urteil von Nürnberg“ (USA; Verleih: United Artists): Am Tag vor der Urteilsverkündung im Eichmann-Prozeß wurde dieser Film mit internationalem Getöse in der Berliner Kongreßhalle welturaufgeführt.

Fernsehen: Kein Zutrauen zu sich selber

Das Fernsehen holt Atem für sein Weihnacht Programm, kein Sender rückt so kurz vor den Fest mit etwas Kostbarem heraus, jeder will in der Woche zwischen Heiligabend und Neujahr Ehre einlegen.

Theater

Der Wiener Burgschauspieler Ewald Balser erfüllt augenblicklich einen Teilvertrag im Düsseldorfer Schauspielhaus. Als erste Rolle hatte er Goethes Götz von Berlichingen dargestellt in einer Inszenierung des „Ur-Götz“, mit der Karl Heinz Stroux einen theaterhistorisch bemerkenswerten Versuch unternahm: Der Regisseur ließ von den 59 Bildern der Goetheschen Werkfassung von 1771 52 Szenen spielen.

Williams hat Williams verraten

Erst 1961 wurde bei uns ein Film synchronisiert vorgeführt, den Irving Rapper schon 1950 gedreht hat: „Die Glasmenagerie“, nach dem Theaterstück von Tennessee Williams.

Die drei Könige ans dem Morgenland

Jeder kennt die Geschichte von jenen drei Heiden: zum leuchtenden Stern gerufen, überwinden sie all. Hindernisse und gelangen schließlich nach Bethlehem, zum Licht.

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