Der Aufbau eines diplomatischen Dienstes ist für die jungen afrikanischen Staaten oft eine Sache des Prestiges. Es werden keine Kosten gescheut, möglichst viele auswärtige Vertretungen einzurichten und mit Botschaftern zu besetzen, auch wenn diese das diplomatische Handwerk nur aus Vorlesungen der Hochschule für Politik in Paris oder der London School of Economics kennen. Eine bemerkenswerte Ausnahme macht das vor einem Monat unabhängig gewordene Tanganjika. Julius Nyerere, der erste Regierungschef, will vorerst nur in zwei Hauptpstädten um die Akkreditierung eines Botschafters nachsuchen: in London und in Moskau.