In zehn Jahren 18 Prozent

Die Deutsche Mark hat von 1950 bis 1960 eine Kaufkrafteinbuße von 18 % erlitten. Die Bundesrepublik hatte im Vergleich zu anderen westlichen Währungen jedoch nur einen relativ geringen Kaufkraftschwund zu verzeichnen. An der Spitze steht Frankreich, dessen Währung in zehn Jahren einen Kaufkraftschwund von 43 % hinnehmen mußte. An zweiter Stelle stehen Norwegen und Schweden mit jeweils 36 %, gefolgt von Großbritannien mit 33 %. Die dänische Währung büßte 29 %, die niederländische 26 %, die italienische 25 %, die kanadische Währung 20 % und der US-Dollar 19 % der Kaufkraft von 1950 ein. In Belgien machte der Kaufkraftschwund 17 % aus. Die geringste Kaufkrafteinbuße hatte mit 13 % der Schweizer Franken zu verzeichnen.

Wer arbeitet wie lange?

Über die Dauer der Arbeitszeiten der Erwerbstätigen brachte der kürzlich veröffentlichte Mikrozensus vom Oktober 1960 interessante Ergebnisse. In der Erhebungswoche wurden bei 25,2 Millionen Erwerbstätigen (bei Berücksichtigung vieler „Doppeltätigkeiten“ sind es 62,2 Millionen „Tätigkeitsfälle“) durchschnittlich 45 Wochenstunden je Tätigkeitsfall und, 47 Wochenstunden je Person ermittelt. Die Arbeiter des produzierenden Gewerbes waren 44,3, des Handels und Verkehrs 46,7 und der Landwirtschaft 53,1 Stunden tätig. Auf die Angestellten entfielen 45,7 Stunden im produzierenden Gewerbe, im öffentlichen Dienst und in den Dienstleistungen, jedoch 47,1 Stunden im Handel und Verkehr. Noch wie vor erreichten die Selbständigen weit überdurchschnittlich lange Arbeitszeiten: 62,1 Stunden in der Landwirtschaft, 56,2 bei den Dienstleistungen, 55,0 im Handel und Verkehr sowie 52,6 im produzierenden Gewerbe.

Durchschnittsgehalt: 642 DM

Eine Erhöhung um 9,2 % im Gesamtdurchschnitt haben die Monatsgehälter der Angestellten in Industrie und Handel der Bundesrepublik innerhalb eines Jahres zu verzeichnen gehabt. Nach Berechnungen des Deutschen Industrieinstituts wurde diese Steigerungsrate für den Zeitraum von August 1960 bis August 1961 festgestellt. Das Bruttogehalt erreichte damit die durchschnittliche Höhe von 642 DM im Monat.

So gut wie keine Feierschichten