hwr, München

Der Münchner Stadtrat konnte sich bis jetzt noch nicht zwischen der – auf dem Papier’seit Jahrzehnten bestehenden – U-Bahn und dem von der Bundesbahn gewünschten S-Bahnprojekt entscheiden. Einstweilen fährt man in München mit der Trambahn.

Vergeblich versuche ich – mit fast hundert anderen – in den Wagen zu kommen. „Der Wagen ist besetzt!“ Er war es schon, als er ankam. Das nächste Mal probiere ich es mit Anlauf. Es gelingt tatsächlich, doch hinter mir schließt sich die Tür. Als die Trambahn hält und die Tür sich wieder öffnet, falle ich wieder heraus. Ich rapple mich auf und klettere wieder hinein. Es klingelt. „Der Wagen ist besetzt.“ Hinter mir jammert es kläglich: „Laßn’s mi doch rei.“ Eine alte Frau ist es. Während sie einstieg, hatte die Schaffnerin auf den Schließknopf gedrückt. Nun hängt die Frau eingeklemmt in der Tür. Die Schaffnerin gibt sie brummelnd frei. Ein Mann behauptet nun, die Schaffnerin müsse die Leute einsteigen lassen, solange der Wagen noch nicht ganz voll sei. „Kann i’s Trambahnfahrn oder Sie?“ Der Mann gibt sich nicht zufrieden. Da fährt die Schaffnerin ihm über den Mund: „Fahrn’s doch mit’m Taxi, wenn Eahna was net paßt! Mir war’n froh, wenn wir ohne Leut fahrn kenntn!“ Die eigenwillige Fahrweise des Zugführers verkürzt den Streit. Er bremst. Jemand fällt um. Die anderen prallen aufeinander und murmeln „Entschuldigung...“