„Alles Gold dieser Welt“ (Frankreich; Verleih Pallas): Geschäftstüchtige Manager aus Paris wolen ein südfranzösisches Bergnest in einen mondänen Luftkurort verwandeln, die Härte zweier Bauernschädel aber läßt ihr Unternehmen schmählich scheitern: Ein Viertel Jahrhundert hat René Clair diesen Stoff in seinem Herzen bewegt. Man kann sich vorstellen, was er vor 25 Jahren daraus gemacht hätte. Aber während „Es lebe die Freiheit (1932) bis heute nichts von seiner ursprünglichen Verve verloren hat, ist dieser Film sogleich zum Petrefakt geraten. Es erweist sich bald, daß aus der Konfrortierung „ruheloser“ Städter mit „natürlich leberden“ Landbewohnern kein satirischer Funke mehr zu schlagen ist. Nach ein paar isolierten ironischen Pointen versandet der Film in schwankhafter Situationskomik. Und auch diese hat nicht die Präzision der berühmten Verfolgungsjagden in „Ein italienischer Strohhut“ und „Le Million“. Den Abfall spürt man um so stärker, als mancher Bildgag die Herkunft aus den älteren Vorlagen deutlich verrät. pat