Von René Drommert

Bei uns sind Schriften über Film, im Gegensatz etwa zu Frankreich, Italien oder England, eine Seltenheit. Aber nicht nur darum soll hier auf das Buch von Joe Hembus: „Der deutsche Film kann gar nicht besser sein“ (mit 42 Abbildungen auf 16 Tafelseiten; Carl Schünemann Verlag, Bremen; 168 S., 9,80 DM) aufmerksam gemacht werden.

Es ist kein gründliches und kein systematisches Buch. Immerhin gründlich ist aber das Ärgernis, das der Autor am deutschen Film von heute nimmt. Und seiner Unzufriedenheit gibt er nicht sauertöpfisch und unbeholfen Ausdruck, sondern temperamentvoll und angriffslustig. Er stellt schon auf den ersten Seiten seiner Schrift die Frage: „Was ist los mit dem deutschen Film?“ Und er antwortet:

„Er ist schlecht.

Es geht ihm schlecht.

Er macht uns schlecht.

Er wird schlecht behandelt.