Von Friedrich Schöne

Die ernsten Rätsel zu lösen, die uns diese Welt aufgibt, ist sehr faszinierend, macht aber selten Spaß und gelingt fast nie. Rätsel nun, die Menschen erdenken, sind lösbar. Sie verlangen zwar Konzentration, fordern auf zum Spiel der Gedanken und sind die beste Ablenkung und Entspannung. Die gelösten Rätsel des Landrats a. D. Friedrich Schöne, mit denen wir in Nr. 1 der ZEIT begannen, vereinen Kopfzerbrechen mit Humor. Mutlosen entfalten sie den Reiz ihrer Heiterkeit erst vollends, wenn man im geselligen Kreise gemeinsam jenen Begriff sucht, der hier in Versen umschrieben ist.

Im Einen stehen schlechterdings wir alle; Entscheidend ist dabei im Einzelfalle Nur, ob es gut ist oder aber schlecht.

Das Nächste läßt sich schneiden, doch es wäre Hier der Gebrauch von Messer oder Schere Durchaus nicht angebracht und zweckgerecht.

Ein Andres ist als Streitobjekt prekär, Denn, wer im Recht hier ist, beweist sich schwer, Wenn’s freilich sich doch abgewinnen läßt.

Ein Weitres wird erbeten und begehrt Und in der Regel als Geschenk gewährt, Zuweilen auch verschafft, ja schier erpreßt.

Im Letzten pflegt man schließlich das zu haben Was auch Verstand und hohe Geistesgaben Vergebens zu ergründen sich bemühn.