Wirtschaft

"Angeboten - nicht verkauft"

enn die Verbrauchsschätzungen auf Grund der Entwicklung bis zürn Herbst vergangenen Jahres zutreffen, dann haben sich in der Bundesrepublik 1961 an die 75 Milliarden Zigaretten im Gegenwert von über 6 Mrd. DM in Rauch aufgelöst.

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DIE ZEIT

De Gaulle auf der Kommandobrücke

Keine Gefahr von Schiffbruch“, versicherte de Gaulle am Montag in seiner Fernsehansprache, „seit das Steuerruder kräftig gehalten wird, die Mannschaft das Manöver sicherstellt und die Passagiere vertrauensvoll an ihrem Platz bleiben“.

Kennedys Widerpart

Wenn über der Politik John F. Kennedys ein Unstern leuchtet, so heißt er Kuba. Das Landungsfiasko auf der karibischen Insel hat ihm drei Monate nach seinem Amtsantritt schwer zu schaffen gemacht.

Bonn ohne Führung

Uunsere heutige Nummer trägt das Datum vom 9. Februar 1962. Die Wahlen zum Bundestag fanden am 17. September 1961 statt. Es sind also seither fast fünf Monate vergangen.

Zeitspiegel

„Es wäre wahrscheinlich klug von den Westmächten, Bonn direkte Verhandlungen mit Moskau versuchen zu lassen – damit die Deutschen die verbotene Frucht schmecken und feststellen können, wie bitter sie ist.

Kekkonens Doppel-Sieg

Wenn es tatsächlich zutreffen sollte, daß die beiden jüngsten finnischen Wahlen – für das Präsidentenamt und zum Reichstag – das „Werk Moskaus“ waren, dann ist die Rechnung Nikita Chruschtschows nicht aufgegangen.

Sprungbrett nach oben?

Der energische, ehrgeizige Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Dufhues, wird – so erwartet man in Bonn – wohl bald sein Ministeramt niederlegen, um einen sehr viel wichtigeren Parteiposten zu übernehmen.

Wie der Koalitionsausschuß arbeitet

Der noch vor kurzem heftig umstrittene und sogar als verfassungswidrig kritisierte Koalitonsausschuß hat inzwischen seine ersten Koordinierungsversuche hinter sich.

Kommunismus in Zahlen

Unter dem Titel „Die Arbeiterbewegung in den kapitalistischen Ländern von 1959 bis 1961“ hat das Moskauer Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen eine Sammlung von aufschlußreichen Studien herausgegeben.

Kleine Geschenke ...

Neue Richtlinien über die Annahme von Belohnungen und Geschenken hat Bundesinnenminister Höcherl erlassen. Danach ist es den Bundesbeamten stillschweigend gestattet, „übliche und nach allgemeiner Auffassung nicht zu beanstandende geringwertige Aufmerksamkeiten“ anzunehmen und sich bei bestimmten Gelegenheiten bewirten zu lassen.

Gelehrter Feuerkopf

Am 10. Februar wird der derzeitige Rektor der Universität Basel, Edgar Salin, 70 Jahre alt. Wer ihn sieht, wer seine unglaubliche Arbeitskapazität kennt, seine in Jahrzehnten unveränderte Freude am Schaffen, am Lehren, am Schritthalten mit den Erkenntnissen und Erfordernissen der Zeit, der ist überzeugt, daß die Behörden sich irrten, als sie ihn unter dem 10.

Tauziehen um Europa

Die Verhandlungen über das Europäische Statut, das den politischen Zusammenschluß der EWG-Länder einleiten soll, nehmen einen wechselvollen Verlauf.

Stammbergers Drei-Stufen-Plan

Justizminister Stammberger ist optimistisch: Noch bis zu den Parlamentsferien dieses Jahres hofft er, die erste Stufe seines „Dreistufenplanes“ zu einer großangelegten Strafrechtsreform bewältigt und die zweite erklommen zu haben.

Ein Diplomat im Dienst des Friedens

Als Theo Kordt, in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, Ende Januar einem schweren Leiden erlag, ist in der Öffentlichkeit wohl seiner Verdienste um die Wiederherstellung des diplomatischen Dienstes und insbesondere um die Normalisierung der Beziehungen zu Griechenland auf dem Athener Botschafterposten gedacht worden.

Ist Propaganda nötig?

Drei Millionen DM sollen in den letzten Monaten darauf verwandt worden sein, in England für den Gemeinsamen Markt zu werben.

Baden-Württemberg: Die Leidtragenden

Wer fühlt sich zurückgesetzt, wenn er an einer Beerdigung nicht teilnehmen darf, weil sie „auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille“ stattfindet? Niemand; denn jedermann achtet diesen Wunsch.

Schleswig-Holstein: Rebellion in Kiel

Sollen Studenten der Bundesrepublik auch jetzt noch zu sportlichen Begegnungen in die Zone fahren? An dieser Frage hat sich jüngst wieder eine erbitterte Fehde entzündet.

Nordrhein-Westfalen: Die Reisegruppe

In der Vorhalle des Essener Hauptbahnhofes verharren die Menschen, die durch den Eingang strömen, einen Augenblick vor einer kleinen Gruppe, die sich an der Rückwand gebildet hat; blicken sie erstaunt, dann unsicher lächelnd an und wenden sich dann schnell ab, greifen zur Morgenzeitung; blinzeln noch ein- oder zweimal über den Rand, dann lassen sie es sein.

Gottesdienst mot.

Mit einem Büssing-Kipper-Fahrgestell Typ LU 55 „Burglöwe“, eingerichtet als Sattelzugmaschine (6-Zylinder-Dieselmotor – 110 PS) und einem Kässbohrer-Sattelschleppanhänger mit Kastenaufbau (nach hinten ausziehbar auf eine Kastenlänge von ca.

Berlin: Ist S. ein Märtyrer?

S. hatte Theologie studiert. Er zählte sich aber nie zu den Christen der inneren Emigration, die sehnsüchtig auf den Tag ihrer Befreiung von Trübsal und Tränen warten.

Keine Lübke-Briefmarke

Die „Landesvaterserie“ der Deutschen Bundespost hört demnächst ein für allemal auf. Von den 26 Milliarden Heuss-Marken, die seit 1957 in Umlauf gebracht wurden, sind nur noch 20 Millionen vorrätig – und zwar die höheren Werte.

Bayern: Ein Professor kämpft um seinen Stern

Vor der fünften Kammer des Bayerischen Verwaltungsgerichts erschien der Rektor der Münchner Universität, begleitet vom Dekan und Prodekan der Medizinischen Fakultät.

Zeitfragen: Was gilt die deutsche Literatur im Ausland?

Über Ansehen und Einfluß der neueren und neuesten deutschen Literatur im Ausland herrscht weitgehend Unklarheit. Zwei Spielarten der Naivität müssen die Unkenntnis ausgleichen: die eine nimmt gutgläubig an, unsere Nachbarn kennten und schätzten uns wie wir selbst (schätzen wir uns? nach außen hin bestimmt); die andere, kritische, behauptet, die deutsche Literatur stehe jenseits der Grenzen denkbar niedrig im Kurs oder werde überhaupt ignoriert.

Deutsche Studenten heute

Jüngste Analysen des Statistischen Bundesamtes haben inzwischen untermauert, was jeder, der sich auf soziologische Weise für Politik interessiert, längst zu wissen glaubte: Auch der letzte Wahlsieg der CDU/CSU wurde vor allem mit den Stimmen der Frauen errungen.

Kleiner Kunstkalender

Mit Willem de Kooning, mit Asgar Jörn und ihren amerikanischen Gesinnungsgenossen repräsentiert Karel Appel jene zweite Welle des Fauvismus, die in den fünfziger Jahren in die Gefilde einer geschmackvoll gepflegten Malerei wie ein Sturzbach einbrach.

Nr. 6 vom 7. Februar 1952: Studenten 1952

Von den rund 116 000 Studierenden an 16 Universitäten, 8 Technischen Hochschulen und 24 Wissenschaftlichen Sonderhochschulen in der Bundesrepublik wurden 95 vH statistisch erfaßt.

Zeitmosaik

Vor nun 25 Jahren, im Sommer 1937, wurde in München die Ausstellung „Entartete Kunst“ eröffnet. Die Leitung des Hauses der Kunst wird im Herbst dieses Jahres eine große Sammlung „Verfemte Kunst“ ausstellen.

Schloß und Riegel

„Es ist unerhört, wie sie wieder unserem Verteidigungsminister ans Leder wollen.“ Meine Frau hatte schon immer eine Schwäche für starke Männer, hat dann aber mich geheiratet.

Hüben und drüben: Ballast

Der Romancier darf schlechthin alles. Er kann sich sogar Verstöße gegen die Logik oder gegen den guten Geschmack leisten. Nur eins darf er nie und unter keinen Umständen: den Leser langweilen.

Ein Buch von der Liebe und den Liebenden

Fast ein Jahrtausend zurück in eine uns ferne Zeit, in eine uns unbekannte Kultur führt uns Ibn Hazms „Halsband der Taube“, das von der Liebe und den Liebenden handelt.

Funk

Irgend so eine zweitrangige Gottheit von arkadischer Einfalt wird in ihrer paradiesischen Einsamkeit von Menschen aufgestöbert und brüsk zum Beistand im Lebenskampf aufgefordert.

Film

„Paris Blues“ (USA; Verleih: United Artists): Zwei amerikanische Jazzmusiker, ein weißer und ein schwarzer, leben in Paris nur ihrem Metier.

Die Preise der deutschen Filmkritiker

Zum sechsten Mal wird in diesem Jahr der „Preis der Filmkritik“ verliehen: am 6. März im Hamburger Hotel Atlantic. Die Ausgezeichneten erhalten eine Muschel in Gold mit eingelegter Perle – nach einem Entwurf von Professor Ewald Mataré.

Theater

„Nun hat er sich auch einmal an Richard Strauß erproben wollen und ist glanzvoll gescheitert.“ Dieses Resümee in der Süddeutschen Zeitung ist um so bemerkenswerter, als der Kritiker Walter Panofsky zu den ergebenen Anhängern des Neubayreuther Wagnerstils gehört.

Fernsehen

Jetzt trat auch Deutschlands Schriftsteller Heinrich Böll auf den Bildschirm, um gesprächsweise bekanntzugeben, daß er auf den Besitz eines Telephons verzichtet.

Zeitraffer

In der Bauwirtschaft wird am 1. April ein tarifloser Zustand eintreten, wenn die Tarifpartner dieses Wirtschaftszweiges sich nicht vorher über das von der Gewerkschaft geforderte und den Unternehmern abgelehnte zusätzliche Urlaubsgeld für die in der IG Bau organisierten Arbeitnehmer einig werden sollten.

Herrlichen Zeiten entgegen

Der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow hat ernste Sorgen. Seit einigen Jahren fordert er den Westen zum wirtschaftlichen Wettbewerb heraus, den er in „historisch kurzer Zeit“ für sich entscheiden will.

Ein schweigsamer Nachfolger

In dem Ringen zwischen Imperial Chemicals und Courtaulds entfalten nun beide Parteien die gleiche robuste Kampfeslust. Während aber die Öffentlichkeit bei jedem Vorstoß von ICI das persönliche Ungestüm des Präsidenten Chambers sieht, fehlt auf Seiten von Courtaulds eine solche Personifikation.

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