In einer Welt, wo alle fliehen, erscheint der, der die andere Richtung wählt, als einer, der davonläuft. T. S. Eliot

Mit umgekehrtem Vorzeichen

Vor nun 25 Jahren, im Sommer 1937, wurde in München die Ausstellung „Entartete Kunst“ eröffnet. Die Leitung des Hauses der Kunst wird im Herbst dieses Jahres eine große Sammlung „Verfemte Kunst“ ausstellen. Es werden ausschließlich Bilder gezeigt, die während des Dritten Reiches aus deutschen Galerien entfernt worden waren und dem „nationalsozialistischen Realismus“ Platz machen mußten. Eine notwendige Gedächtnisausstellung.

Forschung und Lehre

Vor einem leeren Katheder im „Auditorium maximum“ der Münchner Universität folgten Anfang Februar mehrere hundert Studenten der Vorlesung über die „Kunst der Stauferzeit“ von Professor Hans Sedlmayr. Der Ordinarius für Kunstgeschichte hatte ein Tonband geschickt, da er auf einer dringenden Akademiesitzung war, sein Kolleg jedoch nicht ausfallen sollte. Er wollte diese Art, eine Vorlesung zu halten, vorerst allerdings nur als ein „Experiment“ verstanden wissen, wie er den Studenten am Schluß des Tonbandes versicherte. Die Studenten zeigten sich zufrieden: Sie klopften kräftig als Zeichen ihrer Zustimmung. Damit deuten sich ganz neue Möglichkeiten an, dem vielbeklagten Professorenmangel abzuhelfen.

Erzähler sind aufgefordert

Der Georg-Westermann-Verlag (Braunschweig, Georg-Westermann-Allee 66) hat einen mit 6000 Mark dotierten „Georg-Mackensen-Preis“ für die beste (unveröffentlichte) Kurzgeschichte ausgeschrieben. Manuskripte können bis zum 31. März eingesandt werden.