Der Cassella Farbwerke Mainkur AG, Frankfurt (Main), geht es heute nicht besser und nicht schlechter als den drei großen Farben-Nachfolgern. Der Gesamtumsatz ist wertmäßig um 4 % zurückgegangen, weil die Preise im Chemiebereich rückläufig sind. Der Wert des Inlandumsatzes blieb sogar um 8 % hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Um die Ausfuhr, die bei Cassella 45 % des Gesamtumsatzes ausmacht, hat sich das Unternehmen große Mühe gegeben. Trotz Erlöseinbußen durch die D-Mark-Aufwertung vermochte es den Umsatz wertmäßig um 1 % zu steigern. Die Produktionsbetriebe waren dabei stärker ausgelastet, als betrieblich angenehm war. Es müssen neue Anlagen geschaffen werden. Das Investitionsprogramm wird planmäßig fortgesetzt. 1961 wurden für Rationalisierungsvorhaben bei bestehenden Einrichtungen 8,8 Mill. DM aufgewendet. Für das laufende Jahr veranschlagt Cassella die Höhe der Investitionen auf etwa 10 Mill. DM.

Die Gewinn- und Verlustrechnung 1961 zeigt, daß Cassella gut gearbeitet hat. Die Umsatzerlöse haben sich zwar von 95 Mill. auf 91 Mill. DM vermindert, der Jahresüberschuß ist aber mit 6,8 Mill. DM höher als im Jahr zuvor mit 6,0 Mill. DM. Obwohl das Unternehmen wiederum 18 % Dividende zahlt, vermochte es – was 1960 nicht der Fall war – in die freie Rücklage 0,7 Mill. DM einzustellen. W. R.