Wie bei den meisten öffentlich-rechtlichen Instituten, die das „gemischte“ Geschäft betreiben, so lag auch bei der Landesbank und Girozentrale Schleswig-Holstein, Kiel, der Wachstumsschwerpunkt im Geschäftsjahr 1961 beim langfristigen Kreditgeschäft. Der Anteil dieses Geschäftszweiges am gesamten Kreditvolumen ist auf 72 (69,7) % gestiegen. Die langfristigen Kredite beliefen sich am Jahresende auf 1,2 Mrd. DM, das sind 206,2 Mill. mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage nach längerfristigen Geldern war beträchtlich, teilweise machte sich hierbei ein gewisser Konsolidierungsbedarf geltend. Die Mittelbeschaffung bereitete der Bank im vergangenen Jahr keine Schwierigkeiten. Der Rentenmarkt war ergiebig, die Einlagen nahmen zu, nicht zuletzt wegen der höheren Liquidität der Sparkassen. Immerhin stellt auch hier die Verwaltung fest, daß die Erträge nicht so gesteigert werden konnten, wie es dem gestiegenen Geschäftsvolumen entsprochen hätte. Diese Bemerkung wird allerdings nicht untermauert durch die Entwicklung der Ertragsteuern, die auffällig kräftig auf 6,3 (3,4) Mill. DM zugenommen haben. Beide Posten sind jedoch – wie vom Vorstand erklärt wird – nicht miteinander vergleichbar, weil das Bild durch Steuernachzahlungen usw. verfälscht wird. Immerhin wird der Reingewinn nach Vorwegzuführung von 5 (5) Mill. DM an die Rücklagen leicht erhöht mit 1,74 (1,62) Mill. DM ausgewiesen.

Der hohe Anteil des langfristigen Geschäfts, der sich in den 1 gen Ausleihungen von 1,2 Mrd. DM, in den aufgenommenen Darlehen von 0,82 und in den Schuldverschreibungen von 0,41 Mill. DM dokumentiert, sichert dem Institut für die nächsten Jahre eine auskömmliche Rentabilität. Es ist vom kurzfristigen Geschäft deshalb relativ unabhängig, was insofern von Bedeutung ist, als hier die Expanlionsmöglichkeiten. begrenzt sind. Die Landesbank muß auf eine Filialbildung zugunsten der von ihr betreuten Sparkassen verzichten, so daß sich ihr eigentlicher Ausstrahlungsbereich nur auf die Städte Kiel, Heide, Elmshorn und Lübeck beschränkt. Daran liegt es auch, daß die kurzfristigen Kredite nur um 31,4 Mill. (+ 7,2 %) auf 466,3 Mill. DM zugenommen haben. K. W.

Die GEFA Gesellschaft für Absatzfinanzierung m.b.H., Wuppertal-Elberfeld, (ganz im Besitz der Deutschen Bank) hat 1961 266 066 (31? 068) Darlehensanträgen zugestimmt und damit Kredite von 210,88 (212,11) Mill. DM finanziert. Auf das Aktienkapital von 12,0 sind wieder 12 % Dividende verteilt worden. In der leider nicht erläuterten Erfolgsrechnung fällt trotz des rückläufigen Kreditvolunens die Steigerung der Erträge auf 12,62 (9,33) Mill. DM auf. Wesentlich stärker ist die Steigerung der Ertrags- und Vermögenssteuern, die von 1,22 auf 4,13 Mill. DM zugenommen haben. Vor Feststellung des Gewinns wurden wieder 1,00 in die offenen Reserven gelegt, so daß das Eigenkapital 26,0 (25,0) beträgt. Den in der Erhöhung des Durchschnittskreditbetrages auf 665,95 DM (578,23 DM) liegenden größeren Risiken wurde durch besonders sorgfältige Prüfung begegnet. Ga.

Die Bayerische Handelsbank, Bodenkreditanstalt, München, erhielt 1961 100 Mill. Schuldverschreibungen genehmigt gegen 30 Mill. ein Jahr vorher. Das Verkaufsergebnis war höher als das alter früherer Jahre. Mit einem Absatz von (alles in Mill. DM) 52,85 Pfandbriefen und 21,38 Kommunalobligationen wurde der Gesamtverkauf des Vorjahres um mehr als 63 % übertroffen. Neu zugesagt wurden 83,06 (41,44) Hypothekendarlehen und 12,27 (15,01) Kommunaldarlehen. In das laufende Jahr sind Auszahlungsverpflichtungen von 88,05 gegenüber 60,40 im Vorjahr übernommen worden. Die Bilanzsumme hat sich um 15,2 % auf 558,16 erhöht. Von dem Zuwachs entfallen rund 67,0 auf neu hereingenommene fremde Gelder und fast 7,0 auf Verstärkung der Eigenmittel. Der Gewinn von 1,35 (1,03), der sich durch den Vortrag auf 1,36 erhöht, ermöglicht eine Dividendenerhöhung auf 15 (14) %. Das Eigenkapital beträgt jetzt 23,0 (16,60). Ga.