Keine Experimente, keine Kapriolen. Zwar ist vom letzten Seller-Teller nur noch ein einziges Buch übriggeblieben, die Verwandlung des Curt Goetz, aber diese saisonbedingten Umwälzungen scheinen unter der Devise „gepflegt und billig“ zu stehen. Trumpf ist die wohlfeile Solidität, die Nachlese, die Spätlese. Das Verläßliche, Wertbeständige, das die Moden Überdauernde, von den Erfolgsstatistiken angeblich hartnäckig totgeschwiegen – hier tritt es in geschlossener Formation auf, rechtschaffen und retrospektiv und ein bißchen hausbacken und auch ganz und gar deutsch, gerade so, als ließen sich unsere Verlage nicht manches Ungewöhnliche einfallen, als förderten sie nicht aus allen Himmelsrichtungen und Zeiten mit viel Ingeniosität Neues heran, als sei den Schriftstellern der Welt seit geraumer Zeit das Handwerk gelegt. D.E.Z.