Auf 29,1 % ist der Anteil der im Deutschen Gewerkschaftsbund Organisierten an der Gesamtzahl der Arbeitnehmer gesunken. Am 31. Dezember 1961 wurden 21,919 Millionen unselbständige Erwerbspersonen in der Bundesrepublik und Westberlin gezählt; der DGB meldete zur gleichen Zeit 6 382 396 Mitglieder. Gegenüber den 6 378 820 Mitgliedern, die am 31. Dezember 1960 gezählt wurden, ist nur eine unwesentliche Erhöhung festzustellen. Damals betrug der Anteil der Organisierten an der Gesamtzahl der unselbständigen Erwerbspersonen 29,8 %, bei insgesamt 21,4 Millionen Arbeitnehmern.

Weniger Selbstfinanzierung

Von 1960 auf 1961 sind nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung die Nettoinvestitionen der Unternehmen (Anlageinvestitionen und Vorratsveränderungen) nochmals um 7,2 % auf 34,3 Mrd. DM gestiegen. Während aber der Zuwachs gegenüber der gleichen Vorjahrszeit im 1. Halbjahr noch 14,6 % betragen hat, lagen die Nettoinvestitionen im 2. Halbjahr 1961 bereits um eine Kleinigkeit (0,6 %) unter Vorjahrshöhe. Der Anteil der Eigenmittel (nicht entnommenen Gewinns) an der Finanzierung der Nettoinvestitionen ging von 58,1 % im Jahr 1960 auf 45,2 % im ersten Halbjahr und 41,3 % im zweiten Halbjahr 1961 zurück.

USA-Preise steigen

Die Konsumentenpreise stiegen im März um 0,2 % auf einen Höchststand von 105 (1957 100). Verursacht wurde die Indexzunahme in erster Linie durch Preissteigerungen bei Damen- und Mädchenkleidern sowie durch die Verteuerung der Krankheitskosten, Letztere haben seit 1947–49 um 70 % zugenommen. Seif März 1961 sind die Konsumentenpreise um 1,1 % gestiegen; man bezeichnete diese Veränderung als „innerhalb einer vertretbaren Preisstabilität“ liegend.